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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
94
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fuhr heftig auf und behauptete, Christus, dessen Reich auf das Wortgegründet sei, müsse durch das Wort verherrlicht werden und es seinöthig, daß man jede mündliche Besprechung gestatte. Dieser Prädicantwar Farel, welcher über die Dreieinigkeit, über die Taufe und dasSacrament des Altars disputiren wollte. Im Jahre 1555 würdigtesich der Theokrat Calvin kaum, mit Denjenigen einen Kampf zu bestehen,welche ihm denselben auf dem Felde der Theologie anboten?)

VII. K a p i t e 1.

Der politische Streit. 1L4Zt 1L44

u) Die Libertiner. I») Die Pamphlete. <') Die Flücht-linge. «l) Die Angeber.

s) Die Libertiner.

Als Calvin in Genf Meister geworden war, machte er sich anfänglich an die Schwär-mer. Die bestraften Patrioten. Calvin den Libertinern gegenüber.Was man unter dieser Benennung zu verstehen hat. Das philosophischeSystem, welches der Reformator ihnen zuschreibt. Es ist ganz aus Ser-vers geschöpft. Man findet keine Spur davon in der Geschichte der Liber-tiner. Offener Kamps, welchen ihnen Calvin erklärt.

Als die Reformation den Katholicismus aus Sachsen verbannthatte, glaubte sie, die Stunde der Ruhe sei gekommen und sie schlä-ferte sich ein in ihrem Triumphe. Luther belustigte sich auf der Wartburgmit der Jagd auf die Vögel des Himmels, als der Kirche, welche ergegründet hatte, ein Sturm drohte. Auf den Ruinen des alten Gottes-

1) lieber den dogmatischen Einfluß Calvins kann man das Merkchen Johann Ga-bcrel's vergleichen:Lulviir :» Oenvvo, p. 78. 87." und über die theokra-

tischen Ideen des Reformators, seinechristliche Unterweisung " III. 4, Z. 14.IV., 3, z. 4. II., 8, 8. 4<>. ,e.