XXll. Kapitel.
Calvins Einfluß.
Ealvin hat der Welt keine Wahrheit geoffenbart. — Die Hauvtartikel seintr Symrbolik wurden von der protestantischen Schule verworfen. — Er verderbte dieSitten Genfs. — Herrn Galiffe's Zeugniß. — Er verkehrte den Sinn seinerReligionsgenoffen. — Die Disputirsncht wird in der Theologie eingeführt. —Die Pflege der Künste wird vecnachläß gt. — Der Despotismus überlebte denReformator und machte der Anarchie der Lehren Platz.
Im Jahre 1835 machte man in Genf den Vorschlag, Calvin inder Kirche des heiligen Petrus ein Denkmal zu errichten. Man hatteauf einen Granitstein geschrieben: „Dem Reformator der Gesetze undder Religion."
Der Vorschlag wurde nicht angenommen.
Die vereheliche Gesellschaft der Pastoren erinnerte sich, daß manim Jahre 1535 in Gens auf den Mauern des Stadthauses die TitelCalvin'S als Anerkennung der christlichen Welt eingegraben hatte, weß-halb sie den Beschluß faßte, daß diese Jnnschrift genügen sollte. Ihrkennt sie.
„Im August 1535 wurde die Tyrannei des Anti-christ's in Rom gestürzt, der Aberglauben abgethan, dieheilige Religion Jesu Christi in ihrer Reinheit wiederhergestellt und die Kirche wieder in Ordnung gebracht.Zu derselben Zeit wurden auch die Feinde verdrängt undin die Flucht getrieben; der Senat und das Volk vonGenf haben dieses Denkmal errichtet als eine ewigeErinnerung an diese Vorfälle, und haben es an diese
Nudln: L-d-n Calvin'» II. Bd. 22