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Zweiter Band (1844)
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IV. Kapitel.

Die Liturgie.

Hochachtung dcr Protestanten für unsere Liturgie. Ter katholische Tempel ist so alt,als das Christcnthnm. Die Taufe. Was Calvin aus ihr machte.Was sie in der ersten Kirche war. - Das ealvinisckc und katholische Abend-mahl. Die Wegzehrung bestand schon im Altcrthnm. Die Ehe inGenf. Ehescheidung und ihre Gründe. Calvin spricht der Ehe die Würdeeines Sacramentcs ab. Die Beicht. Calvin war anfänglich dcr Ohren-beicht günstig, die er später abschaffte. Die letzte Oclnng, die priesterlichcSalbung. Geständnisse einiger Rcsormirtcn. Heiligenverehrnng.Was Calvin von Maria dachte.> Klöster. Das Kreuz vom Reformatornicdergerissen. Klagen des Protestantismus. Der Gesang. DiePsalmen Marots. Ungünstiger Einfluß Calvins ans die Kunst. Calvindurch den Rechtsgclehrtcn Baudouin gerichtet.

Wir laden die Berühmtheiten der Reformation ein, den poetischenGeist unseres Cultus zu preisen, welchen Calvin so erbärmlich ver-kannte, daß er sagte, unsere Gesänge seien verdächtig , die Lieder unsererGegner hätten eine größere Gewalt. Calvin konnte die Form nichtlieben: er verbannte sie großentheils aus seiner Genfer Liturgie. Erverlangte eine Anbetung im Geiste. Hören wir, welche Antwortihm einige seiner Glaubensbrüder geben.

Sind die Blumen, Bäume, Früchte und alle Erscheinungen derAußenwelt nicht das Bild Gottes? Wer hätte aber je daran gedacht,die so wunderbaren Werke unter dem Vorwände einer ganz geistigenAnbetung zu brechen?"Der aber treibt keine Abgötterei, der voreinem Bilde kniect, und in dem Wandel des Heiligen, den es vorstellt,die Macht der Gnade und die Herrschaft des Geistes über die Sinn-lichkeit betrachtet, sondern der, welcher diese sichtbare Welt mit ihrenGütern für etwas Wirkliches hält, und mit dieser einzig wahren Ab-götterei möchten sich wohl die Resormirten nicht weniger, als die römi-schen Kirchengenvssen versündigen."*)Man hat bei uns so viel von

1) Feßler, Theresia, B. Ik. S. 94.