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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
318
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erhalten habe, wobei ich ihn bitte, er möge sich begnügen, wie ich esauch versichert bin, weil er weiß, daß ich es aus keinem andernGrunde thue, als damit das Wenige, was ich hinterlaffe, seinenKindern bleibe. Ferner vermache ich der öffentlichen Schule zehnThaler, und der Kasse für fremde Arme eben so viel. FernerJohanna, der Tochter Karls Costan und meiner Halbschwester vonväterlicher Seite zehn Thaler. Ferner den Söhnen meines Bruders,meinen Neffen Samuel und Johann, jedem vierzig Thaler. MeinenNichten Anna, Susanna und Dorothea, jeder dreißig Thaler. Wasmeinen Neffen Daviv ihren Bruder betrifft, so gebe ich ihm, weil erleichtsinnig und flatterhaft war, zur Strafe nur fünf und zwanzigThaler. Dieß ist die ganze Summe dessen, was mir Gott gegeben hat,in so fern ich es schätzen und bestimmen konnte, sowohl an Büchernals an Hausgeräthschaften und allem Uebrigen. Wenn sich jedochmehr vorfinden sollte, so erwarte ich, daß es unter meinen genanntenNeffen und Nichten getheilt werde, ohne Ausschluß Davids, wennGott ihm die Gnade gegeben hat, mäßiger und gesetzter zu werden."

Was aber diesen Punkt betrifft, so glaube ich, daß es keineSchwierigkeiten haben wird: besonders wenn man meine Schuldenbezahlt hat, wie ich meinem Bruder den Auftrag gegeben habe, aufden ich mich verlasse, da ich ihn zum Executor dieses Testamentesernenne, und ihm, nebst dem achtbaren Laurentius Normendiusdie Vollmacht und Autorität gebe, ein Inventar oder gerichtlicheFormel abzufassen, meine Möbel zu verkaufen, um Geld daraus zu lösen,damit vollzogen werden kann, was ich hier bestimmt habe. Am fünfund zwanzigsten April, ein Tausend fünf hundert vier und sechzig."

Johann Calvin."

Nachdem Vorstehendes geschrieben war, hat der genannte ehren-werthe Herr Calvin in demselben Augenblicke mit seinem gewöhnlichenZeichen die Testamentsurkunde unterschrieben."

Und am folgenden Tage, dem sechsundzwanzigsten des MonatsAvril, im Jahre ein Tausend fünf hundert und vier und sechzig, ließder genannte achtenswerthe Herr Calvin mich neuerdings zu sich rufen,nebst den achtenswerthen Herrn Theodor von Beza, Raimond Chauvet,Michael Cop, Ludwig Enoch, Nikolaus Coladon, Jakob de Bordes,Predigern des Wortes Gottes in dieser Kirche, und dem achtenswerthenHerrn Heinrich Seringer, Professor der Künste, sämmtlich Bürger vonGenf, in deren Gegenwart er die Erklärung abgab, daß unter seinen