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Blut der Franz'scanermönche,von dem die Saone geröthet wordenwar, rief zu Gott auf und wurde erhört. Heinrich d'Albon,Sacvnay, Auger, entrissen mit Unterstützung des Volkes die Stadtdem Joche der Sectirer. Die Verschwörung der Renaudie,^) welchein Genf angezettelt worden war, misslang; Frankreich behielt seinenGott, seinen Glauben und seinen König.
Im Monate Februar des Jahres 1564 bestieg Calvin zum Letz-tenmale die Kanzel: mitten in seiner Rede wurde er von einem sehrheftigen Husten überfallen.
Am 27. März wollte er vom Rathe Abschied nehmen. ZweiMänner unterstützten ihn auf den Stufen des Stadthauses. Er konntenur noch einige Worte der Theilnahme stammeln: „Ich gehe nun hin,um zu sterben," sprach er zu den Rathsherrn, „die Natur hat keineKraft mehr."
Am 1. April, dem Ostertage, wohnte er dem Gottesdienste bei,und empfing nach der Predigt aus den Händen Beza's das Abend-mahl. Seine Kräfte waren erschöpft; Gott schlug ihn an demmächtigsten Organe des Geistes. Sein Gehirn, welches unfruchtbargeworden war, konnte sich den Bewegungen des Denkens nicht mehrhingeben, ohne dass der Leib brennende Schmerzen litt. Die Handwar wie der Kopf gelähmt: er hätte zu dieser Stunde nicht wie imJahre 1546 schreiben können: „Wenn Servet nach Genf kommt, wirder nicht mehr lebendig hinwegkommen." Seine Finger, welche gegenden Katholicismus so viele Verleumdungen angezettelt, so viele glor-reiche Namen angeschwärzt, so viele edle Geister verlästert, so vielGalle und Wermuth aufgeregt, so viel Todes- und Verbannungs-Urtheile unterzeichnet hatten, waren starr geworden, wie wenn Grabes-kälte sie überfallen hätte. Er glich dem Kranken Dante's, der sich aufdem Bette der Schmerzen von einer Seite auf die andere legt undden Tod vergeblich zu täuschen sucht.
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1) 4,es Oranct8 4orc!elier8 clo pur I/sbbö ?»vv.
2) 4p>i.8t. XVI. 1561.
3) Leben Calvin's, zum Gebrauch für protestantische Schulen, von E. Haag, 1840.
4) I)i8<:o»r8 cle I'deoclore cle Lore, contennnt vn krek I'Iiistoire cle !aviv et mort cle mai8tre 4o>»n Lalvin, 1564, p. 45 — 49.
5) kurgstorio, L. VI.