ganzen Pomp, den sie nöthig haben, um auf dem Mare ein Becher-spiel zu machen, gerade so, wie ein Taschenspieler seine Schwänke inder Tasche haben kann. Der Eine hat seine Geschirre von Silber,der Andere von Blech.
Tubalcain. Vielleicht braucht man sie, um sie mit dem Silberder Reliquien zu verschmelzen, und es liegt nichts daran, daß mannicht gewiß weiß, wie viel Mark Silber, wie viel Zentner Glocken-erz und andere Metalle vorhanden seien; wenn man einen Theil an-wenden will, Kanonen zu gießen, kann man keinen bessern Stoff finden,als diesen.
Ho norat. Berechnet ein wenig, wie viele Glocken man inParis finden wird; welche Reliquien da sein können, und wie viel esDomherrn gibt, die ihre eigenen Kelche und andere kleine Nonnen-arbeiten haben; machet auch einen Ueberschlag von dem, was man anandern Orten finden wird, wie in Toulouse, Narbonne, Carcassonne,Bordeaux und andern Städten, die noch nicht entjungfert sind: brin-get dieses auf einen Haufen, und ihr werdet sehen, welch einen uner-meßlichen Schatz ihr habet.
Wenn man dann nach Reliquien sucht, wird es rathsam sein,daß man streng auf die andern Heiligen sieht, welche reicher und derWelt anhänglicher gewesen sind, als die Jungfrau, und man wirdfinden, daß wenn diese gute Frau, die den wahren Emanuel in einerKrippe geboren hatte, auch nach ihrem Tode so viele Kleider undRinge besaß, die Andern noch mit viel bessern Geräthschaften versehen wer-den mußten, als die arme Frau; auch glaube ich, daß sie nach etwasHöherem trachtet, als nach diesen Silberkuchen und hohen Weiber-schuhen. 2) Dann wird man aufhörcn Heilige und Heiliginnen zufabriciren und auszubeffern, wenn man die Andern verschmolzen hat,deren sich der König bemächtigen wird.
I>) Die Klöster.
Tubalcain. Eure Rede ist gut und heilsam, aber laßt unsvon andern Dingen reden. Ich weiß in der That nicht, was diePolizei thun kann, um die Pflanzschule des Volkes einzuziehen, welchein der Cloacke der Klöster besteht.
1) Aliroir, äcc. p. 170.
2) 16. p. 172.