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Molan sagt: „Christus ist durch alle Jahrhunderte bei seinerKirche, und läßt nicht zu, daß in solch einem Concilium ein demGlauben zuwider laufender Ausspruch geschehe."
„Auch das Werk der zu Trient versammelten ehrwürdigen Män-ner," sagt Fessler, „war die durchaus folgerichtige Festsetzung deratholisch-kirchlichen Glaubenslehre, ausgemittelt aus der heiligen Schriftund apostolischen Ueberlieferung."
A. Menzel sagt, „als Paul III. den Plan zu dem neuen Instituteder Jesuiten gelesen hatte, rief er aus: dich ist ein Fingerzeig Got-tes. Die Proteilanten erkannten und haszlen in den Jesuiten ihregefährlichsten Gegner."
Um den Katholicismus in Frankreich zu vertilgen, gibt Calvindrei Mittel an: die Zerstörung des Papstthums, die Aufhebung derKlöster und den Verkauf der geistlichen Güter; es sind dich übrigensdieselben, die man in Wittemberg und in Genf angewandt hatte. InSachsen wie in der Schweiz dienten die geistlichen Güter zur Unter-haltung der protestantischen Schulen, Pastoren und Prädicanten; Lutherbetrachtete den entkleideten Mönch als ein mächtiges Hilfsmittel zurReformation, die er durch eine zahlreiche Nachkommenschaft befruchtenmußte. Die Idee zur Vermehrung der Bevölkerung durch den Mönchs-stamm ist Calvin nicht entgangen. Man findet in seinen Werken ver-schiedene Erklärungen über das „wachset und vermehret euch,"welche unsere modernen Staatswirthschafter oft vorbrachten, ohne ihreQuelle anzugeben. Calvin bemitleidet an verschiedenen Stellen seinerSchriften das Loos des katholischen Volkes und gibt den Rath, mansolle zur Unterstützung der Armen unsere Reliquien verkaufen.
Er hatte kaum die Augen geschlossen, als seine Schüler dieTheorieen, die sie in seinen „Acten des Conciliums von Trient,"^) inseiner „Abhandlung über die Reliquien"^ und in seiner „kurzen Darle-gung" fanden, in Frankreich verbreiteten, und das Land zur Empörunggegen die Priester, den Adel und die Geistlichkeit aufriefen. Unsereganze Revolution ist nach ihrer äußersten Entwicklung in den Dialogen
1) Llolnn Lxplienlio all. Zlelkock. reunionib ecclesiae; bei Hönnighau«,p. 145 — 146.
2) Geschichte der Ungarn. Bd. VIII. S. 384.
3) ^cls svnocki VriUentiuse cum sulickoto»
4) Abhandlung über die Reliquien, in welcher dargethan wird, welcher großeNutzen der Christenheit daraus erwachsen würde, wenn man alle heiligen Leiberund Reliquien, welche in Italien, Frankreich, Denlschland, Spanien undandern Neichen und Ländern gefunden werden, verkaufen würde; von I. Calvin.
Audi»: Leben Calvin'S II. Bd. 20