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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
235
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Die Lutheraner haben nicht mehr Schonung gegen den Schülervon Vezelay gezeigt. Hesshus wirft ihm vor,es sei ihm nicht genuggewesen, seine Jugend mit garstigen Liebschaften zu beflecken, er habees sogar gewagt, seine gottvergessene Unzüchte durch Schriften zu ver-öffentlichen, zu besingen und in Musik setzen zu lassen. Dennoch, fügter hinzu, möchte man glauben, wenn man ihn hört, es rede ein Hei-liger, ein zweiter Job, oder einer der Anachoreten der Wüste, eingrößerer Heiliger, als Sauet Paulus oder Johannes war: so lautrühmt er sich seiner Verbannung, seiner Mühsale, seiner Reinheit undbewunverungswürdigen Heiligkeit seines Lebens."

Wenn er von der Tafel aufstand, legte er seine weltliche Mieneab, bestieg die Kanzel und nahm den Ernst eines Doctors an.

Seine Uebersetzung der Psalmen machte großes Aufsehen.

Um ihren Gebrauch zu vermehren, wurden sie in Musik gesetzt:und dazu wurden Volksmelodien ausgewählt. Nun erklang daslobetden Herrn alle Welten" zum Tone der Dudelsackpfeife?)

Als er aber diese Psalmen mit dem Genfer Katechismus vereinigte,verbot die Obrigkeit, sich derselben zu bedienen,einen Psalm singen,hieß lutherisch sein," sagte Florimond de Remond.

Für den Reformator, der von Krankheiten geplagt, von unauf-hörlichen Streitigkeiten mit den innern Factionen zerrüttet, der Freu-den des Lebens beraubt war, mußte die Ankunft Beza's in Genf einewahre Freude sein. Wenn Calvin ein mehr poetisches Gcmüth ge-habt hätte, würde er in Versen die Muse besungen haben, die ihm derHimmel zu senden schien, damit sie ihm ein wenig Honig in das Ge-

in^sterioruin i^irurus, ut^uv etism alr üs nsturs sdliorrons szi-poteret! Ilulcl. klssziunsio ack (lalviiruoi et lioriani. Ooloniao,

1564 . 81 , 82 .

Am Ende dieses Werkes steht eine Widerlegung der Verleumdungen Cal-vin's in Betreff der heiligen Schrift und der Ueberlieferung : ..kolututio culum-niurum cko scrisituru et lruckitiono." Es ist eine vollkommene Abhandlungüber diesen Gegenstand, in welcher sich der Versager zur Vertheidigung derUeberlicferung beinahe derselben Rechtsgründe bedient, wie in unsern Tagen Herr Du-pin in seinem Dispute mit Herrn Salvador über das Gericht und den Tod^ desChristen. Wenn man den Staub von den allen Bibliotheken wegschafft, findetman jeden Augenblick solche kostbaren Controversschristcn, die nia» heut zu Tagevergessen, oder doch ungerechter Weise allzu sehr vernachlässigt hat.

1) Ein anderer Psalm wurde nach der ländlichen Melodie desStumpfnäschens"gesungen oder nach:

Lion kiel kimv, vous souvioimoeie Iftonno

tzuunck vous serer pur cke.