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Das Parlament ließ den Dichter vorladen, welcher flüchtig gewor-den war, nachdem er seine Beneficien verkauft,*) oder verpachtet hatte,und sich unter dem Namen Thibaut de May nach Genf begab.
Der Prediger Launay schonte den Ruf seines Religionsaenoffennicht. „Nachdem er sich," sagt er, „in Schändlichkeitn und Sundenaller Art beschmutzt hatte, wie er selbst nicht verborgen hat, verführteer die Frau seines Nachbars, verkaufte seine Beneficien, und flüchtetesich, nicht um der Verfolgung, sondern der Strafe und Züchtigungfür seine Schandthaten zu entgehen; ehe er aber abging, betrog er seinePächter, und ließ sich Vorschüsse geben auf die Einkünfte der Beneficien,an denen er keinen Anthcil mehr hatte, was uns während der Unterre-dung zu Poissy sehr hinderlich war; denn eine der Wittwen kam mit ihrenKindern, und rief ihm nach, indem sic Gcnugthuung verlangte. Diesearme Frau sagte mir, daß er sie um mehr als zwölfhundert Livresgebracht habe. Zum Beweise seiner Bekehrung, und des Beistandesdes heiligen Geistes, verfaßte er das Schreiben von Passavant: einenargen Schwank gegen den Präsidenten Liset, dem er tödtlich gramwar, weil er ihn verurtheilt hatte, den Burgunden die Kelche und denKirchenschmuck zurückzustellen, deren Anwalt er bei der Universität zuOrleans gewesen war, und die er auf der Brücke au LInmZö ver-kauft hatte, ohne von seinen Gefährten, welche dafür festgenommenwurden, Abschied zu nehmen."
Beza war noch jung, als er nach Gens kam, und führte die un-adeliche Muse aus der Straße de la Calandre mit sich, die er unterdem Namen Candida besungen hatte: Elaudine hatte sie in Parisgeheißen. Calvin war ganz bezaubert von der Anmuth, Freundlich-keit und blühenden Rede seines ehemaligen Studiengenossen; besondersaber von dem Zauber der Manieren, welche einen Mann von Adelund einen Höfling erkennen ließen. Es war ein zweiter Melanchthon,den der Himmel dem Luther Genfs zu senden schien. Der Reformatormachte ihm den Hof, und ernannte ihn anfänglich zum Professor dergriechischen Sprache in Lausanne.
Der Professor machte Aufsehen: es kamen Zuhörer von Bern,Freiburg und sogar aus Deutschland. Seine Rede war klangvollund immer gerundet. Die ihn hörten, glaubten Melanchthon's Stimmezu vernehmen. „Es war," sagten sie, „als höre man die klangvolleund reiche Sprache des lutherischen Jüngers; sie war aber nochfeuriger."
4) kegistrer <lu »srlemont.