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Zweiter Band (1844)
Entstehung
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232
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Er wurde balv Professor der Theologie und seine Zuhörerbestanden jetzt aus eben so vielen Theologen. Die Frauen

drängten sich in seine Borträge; sie hatten nie etwas Aehn-

lichcs auf der Kanzel gehört. Der Redner machte seine Kleider wohl-riechend wie seine Rede. Er war ein Hexenmeister, der dem Evan-gelium durch irdische Düfte Seelen zu gewinnen meinte. Calvin,welcher den Neigungen der Frauen einen so rohen Krieg erklärt hatte,wußte nickts gegen die gekrausten Haare seines Schülers zu sagen.Beza, welcher die schöne Welt der Hauptstadt gesehen hatte, war einHöfling, der immer in Anbetung vor dem Reformator stand, den ermit seinem Lobe betäubte. Calvin wollte ihn für das evangelischePredigtamt gewinnen. Er fand aber Widerstand bei einem Theileseiner Kollegen. Cop ein ehemaliger Canonicus von unserer Frauzu Cluny, Naymond ein Exjakobiner von Toulouse, und der LehrerEnoch, Prediger und Mitglieder des Konsistoriums, setzten sich derOrdination des neuen Priors entgegen, diesesgekräuselten Putznarren,der noch den Ritter spiele, und mit seinen grauenden Haaren dieNymphen des Parnasses und die alten Cupido's besinge."

In der Widmung seiner Gedichte an Wolmar, erwähnte Bezader Gewissensbissen, welche manche Seelen empfanden, die nicht begrei-fen wollten, wie man einen neuen Corydon zum Prediger ernennenkönnte; er fügte aber hinzu, daß die heilige Versammlung aussprach,man dürfe ein orrutum, oder einen Ispsus cslnmi einem Dichternicht als Verbrechen anrechnen, der gerade erst vom Papstthum zumChristenthum übergegangen seiE) Erversuchte übrigens im Jahre 1559 beieinem neuen Abdruck der Gedichte die lasciven Liebesgeschichten, welcheihm die Katholiken zum Vorwurf machten, zu rechtfertigen.Seht,"sprach er,man wirft mir die kleinen Verse vor (weil man mir nichtsAnderes vorwerfen kann); aber was läßt man daraus gehen? Sehrwenig. In meinen poetischen Scherzgedichten habe ich mich mit einererdichteten Candida amustrt; aber ein einziges Wort beschämt dieseAndächtler: ich empfehle die Candida den Göttern bei der Niederkunft;nun weiß man aber wohl, daß ich von meiner Frau nie Kinder gehabthabe. ») Was den Germanus Audebert von Orleans betrifft, so habe

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1) lum quoll iniquum plsnv villeretur ei qui sll eknslum a papismo,velut psgsnismo, ti-gnsiisset, errslum istull imputsre.

2) llsullillsm prsegnsntem superis commenllem, quum nullas, unqusmliberos ex uxore 8u5eeperim. Lpist. llellicst. sll ^nll. vullitkium.Oen, 14. msii 1569.