zum Studium unter Melchior Wolmar, dem gelehrten Juristen, welcherauch dem Calvin Unterricht gegeben hatte, nach Orleans.
Nun stellet euch einen schönen jungen Menschen vor, mit weibischerZiererei gekleidet, mit Handschuhen, die nach italienischer Mode mitWohlgerüchen getränkt waren, in einem Gewände von auffallender Farbe,einer feingefalteten Halskrause, die er viermal in der Woche wechjelte,gewandt in allen Hebungen: ein vortrefflicher Reiter, kämpfend wie einFechtmeister, Ballspielend wie ein Hofmann, und lateinische Verse ausdem Stegreif bildend, so gut wie ein Catull: das war Theodor von Beza.
Die Rechtsgelehrsamkeit hatte ihn nur mittelmäßig beschäftigt: dielateinischen Musen waren seine einzige Leidenschaft. Er träumte nurJamben, Trochäen und Daktilen, und bildete sie, daß man glaubenkonnte, sie seien dem Munde des lesbischen Sängers entströmt.Als er nach Paris zurück kam, veröffentlichte er die Sammlung seinerlyrischen Werke, denen er sein Bilvniß vorsetzen ließ, mit einer Kronein der Hand und folgenden zwei Versen, die in Form einer Guirlandeumgeschrieben waren:
Vos äooti ckoeta praecinZito temporu luuro,
Xi sutis est illam vc! totizi^e msnu.
Unglücklicher Weise hatte der Dichter geglaubt, er befinde sich imheidnischen Rom. Die unverschämten Liebesgeschichten, die er besang,wurden vom Parlament zum Feuer verdammt. Unter den Epigrammender Sammlung machte eines insbesondere viel Aufsehen, es ist jenes,in welchem er einen Studenten von Orleans, Namens Audebert, undCandida die Frau eines Schneiders besingt, die zu Paris in der Straßela tmlunckro wohnte.
Beza hatte seine Gedichte seinem Professor Wolmar gewidmet, derin ihnen so wenig Verwerfliches fand, als Joachim Camerarius:sie waren Beide renommirte Lutheraner, wie man weiß.
1) Ikoockori Verse Verelii poemsts, Imtetise. vx oMeins LonrsckiLsckii 8ub prelo .^scensisno e regione gxmnssii I). vsrbsrseH1.0Xl.VIll. Lum privilegio senatus sä triennium. Uns am Schluffe:Lutetise, Roberto Stepkuno Regio tvpogrspbo et sibi LonrsckusLsckius excuckebst, Ickikus >1ulü H1VXRVIII, in 8. p. 100. Bergleiche:Usvick LIement, srl. Here.
2) Rsunav.
3) ^.ck lrsse sccessit grsvjzsims tui juckieii sutkoritsg, quse quickem unstsntum spuck me potuil ut simul stque ex iis liieris quss sck meck »Kings ckeckisti, ksec noztrs intellexi tibi et ckosckimo Lsmersriomirum in mockum probsri, nikil ksbuerim sntiquiuz qusm ut es inunum velut eorpus eongererem. — Rpist. Verse.