vor die Augen gehalten, über die Weise, wie man sich in Rücksichtauf die Ketzer benehmen solle, und hat ihn nicht im Zustande einergänzlichen Unwissenheit gelassen. Herr von Chapelle hat ihngerechtfertigt, so viel er es vermochte, in Betreff des Umstandes,daß er der Anstifter des Prozesses gewesen sei, welcher in Viennegegen Servet geführt wurde. Er hat zu diesem Zwecke eine That-sache angenommen, die er aus unfern Registern beweisen wollte; ausdenen sie sich aber nicht erweisen lassen werten. Ihr glaubt aus un-fern Registern die Härte rechtfertigen zu wollen, welche man gegenServet in seiner Gefangenschaft anwandte, unr ihr würdet aus den-selben Registern finden, daß die begünstigenden Befehle nicht in Aus-führung kamen; daß endlich Calvin nach dem Ereignisse nicht nur nichtbitter weinte, sondern sogar eine für jeden Christen höchst unerträg-liche Ansicht behauptete, und mit Gründen belegte, welche eines sogroßen Mannes unwürdig sind, wie selbst Herr von Chapelle aner-kennt. Bedient euch der Ausrede, die euch eure Krankheit an dieHand gibt, um euch von einer Arbeit loszusagen, die der Religion,der Reformation, und euerm Vaterlande nur schädlich sein könnte;oder der Wahrheit sehr wenig entsprechend wäre. Der kleinliche Grund,daß die Reformation nicht als Beschützerin der Antitrinitarier angesehenwerden könnte, vermochte es, dem Calvin vor den großen Wahrheitender christlichen Religion die Augen zu verschließen; hüten wir uns,daß uns die Furcht, man könnte uns als Begünstiger, ich weiß nichtvon welcher Sache, betrachten, nicht bestimme, Fragen aufzuwersen,die zu nichts nützen können, re.
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