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zehn Blätter von der Hand des Hingerichteten waren, „während dasBuch" nach Galiffe „erst beim Tode Gruets vorgebracht wurde, undNichts beweist, daß er der Autor desselben sei."
Welch eine große Lehre liegt in dem Prozesse und Tode des Dich-ters! Die Reformation singe nun, wie bei der Ankunft Farels —der Gedanke werde künftig frei sein. Da zeigt der Henker
einem Sohne Genfs die in das Gesetzbuch des Despoten geschriebenenWorte:
„Jeder, der entweder dem Worte, oder dem Willen nach da-gegen handelt, ist ein Aufrührer gegen Gott und verdient schwereZüchtigung."
Und der Despot, der selige Apostel Genfs, wie man ihn nochin unfern Tagen nennt, wird auf seinem Wege nicht stehen bleiben.Blut will Blut, und er wird cs vergießen. Auf einen Augenblick wirder die Straße den Libertinern überlassen, die nicht Muth genug haben,um ihre Errungenschaft zu behaupten. Er hat andere Feinde zu be-kämpfen: Er, der das menschliche Ich angreift in den verschiedenenreligiösen Offenbarungen, die es herorbringt:
Die Wirkung der reformirten Lehre in der sächsischen Symbolikund ihren beiden Repräsentanten, Luther und Westphal;
Die menschliche Freiheit, in Castalion;
Das Verdienst des Werkes, in Bolsec;
Die Unabhängigkeit des Gedankens, in Servctus.
Wir werden jede dieser Erscheinungen des geistigen Lebens Cal-vin's untersuchen, in welchem eine beständige Absicht zum Angriff gegenjede Idee herrschend ist, die mit seinen theokratischen Grundsätzen nichtübereinstimmt.
1) Oslilke, tll. 262. notv. Dieser Schriftsteller fügt hinzu: „Das unentschuld-barste Verbreche» Gruets war. daß er auf den Rand eines Eremplars vonCalvin's Schrift gegen die Wiedertäufer Seite 148 geschrieben hatte: „lauterThorheiten."