Die Redeweise, welche er in der kxousotio ock ksoucko-IXico-ckomitss anwendet, ist beinahe durchaus ironisch. Er verließ die aristo-telische Beweisführung, um den Spott festzuhalten. Er ist aber nichtglücklich, denn das Lachen steht seinem Gesicht nicht an; sein Muth-wille ist patzig, sein Scherz schwerfällig und seine Possenreißern gleichtbisweilen der eines Marktschreiers. Man sollte nicht glauben, welchenVergleich der Reformator mit den Nicodemiten anstellt:
„Ich weiß keinen bessern Vergleich für sie," sagt er, „als denmit einem Kloakenreiniger; denn so wie ein solcher Schmutzmeister,wenn er lange Zeit das Geschäft getrieben, den üblen Geruch nichtmehr bemerkt, weil er ganz eingepestet ist, und sich über Diejenigenaufhält, welche die Nase zuhalten; eben so wähnen Diejenigen, die sichdurch Gewohnheit so verhärtet haben, daß sie ruhig in ihrem Schmutzbleiben, unter Rosen zu sein und spotten Derer, die von dem Gestankleiden, den sie gar nicht mehr wahrnehmen. Und um den Vergleichganz auszuführen: so wie diese Schmutzmeister mit starken Salben undZwiebeln sich gegen das Gift waffnen, und einen Übeln Geruch durchden andern vertreiben, eben so diese, um nicht durch den Geruch ihrerAbgötterei zu leiden, sättigen sie sich mit schlechten Entschuldigungen
„Du sollst dir nicht geschnitzte Bilder machen," während in ihren erstenBibeln, welche durch Tournee im Jahre 1557 gedruckt wurde», das Wort„Götzen" gebraucht wurde. Auch lassen sie den König David im Psalm 32,Vers 5, in der Ausgabe vom Jahre 1588 und den folgenden, sagen: „Duhast hlnweggeuommen die Strafe meiner Sünde," um den 11. Artikel ihresGlaubensbekenntnisses zu rechtfertigen, welcher sagt, die Sünde bleibe inRücksicht auf die Schuld; aber in ihren früher» Ausgaben vom Jahre 1544hieß es: „Du hast die Schuld meiner Sünde hinweggenommen."
„Sie haben auch das Wort Buße in Reue verändert, um behaupten zukönnen, jede Buße bestehe in der Reue, und man sei nicht verpflichtet für dieSünde genug zu thun, weil Christus für uns genug gethan habe."
„Dassclbe thaten sie in Bezug auf das Wort „Tradition", an dessenStelle sie überall „Verordnung" setzten, um die Tradition zu verwerfen;auch entfernten sie im 2. Buche der Machabäer K. 12. V. 43. zwei Worte,weil an dieser Stelle angezelgt ist, daß man in diesem Leben für die Sündender Verstorbenen Opfer darbringeu könne. Sie übersetzten:
„Für die Sünde opfern," — „der Verdorbenen," ließen sie aus, weildiese Worte deutlich das Fegfener und das Gebet für die Abgestorbenen be-weisen. Eben so entfernten sie aus dem Buche Eeclesiasticns K. 16. V. 15.das Wort „Verdienst," und änderten den 12. Vers des ersten Kapitels desheiligen Johannes:
„Aber allen Jenen, welche ihn ausnahmen, gab er die Gewalt KinderGottes zu sein."
Sie übersetzten untreu:
„Aber allen Jenen, welche ihn ausnahmen, gab er das Recht, KinderGottes geworden zu sein;"
und änderten das Wort „Gewalt", iu „Recht."
(kepmise aux Eons qui out oblige leg prätenilus rekal-mes ckeS6 «Sparer eie i'Isostjse catlioüqiie. pari!-, 1746, p. 18z _ 489.)