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gestoppelt haben; spöttische Leute, welche über Alles lachen, den hei-ligen Lukas „einen zerbrochenen Topf, den heiligen Petrus einenGottesläugner, den heiligen Johannes einen kindischen, läppischenMenschen, den heiligen Matthäus einen Wucherer" nennen. Lerntihre Lehren kennen, ihr werdet keinen Hauch des Lebens finden: siegleichen alten Höckerweibern, welche über den Lauf der Gestirne redenund den Gang der Sonne regeln wollen. Ihr erster Glaubensartikelist, es sei förderlich, eine zweideutige Sprache zu führen: sie wollender Welt abgeschmackte und gefährliche Thorheiten aufschwätzen. Wennman sie reden oder vielmehr lallen hört, ist es, als höre man eindeutsches Lied: so daß man meinen sollte, Gott habe uns die Sprachenicht gegeben, unsere Gedanken auszudrücken und cs heiße nicht dieOrdnung Gottes verkehren, wenn man die Luft mit einem wirrenSchall erfülle, den Niemand verstehen könne; oder wenn man übereinen Mischmasch Umschweife mache, um die Zuhörer in Träume ein-zuwiegen. Wenn man die göttlichen Geheimnisze bespricht, ist uns dieSchrift zur Regel; der Herr fügt sich in unsere Geringfügigkeit, wieeine Amme mit ihrem Kinde lallt."
Der Libertinismus, welcher sich zum reinsten Spiritualismus er-heben will, schwimmt balv in einem Raume, nach welchem ihm keinmenschliches Auge zu folgen vermag, und taucht sich bald in dieunreinste Pfitze. Sein Dogma ist, „es gebe nur einen Geist Gottes,welcher in allen Kreaturen lebe; Alles, was geschaffen sei, komme vonGott und sei Gott selbst." Der Teufel ist in den Augen der Liber-tiner die Welt und die Sünde: daher gibt cs weder persönliche Teufel,noch persönliche Engel. Das Böse ist nur eine Verneinung; diemenschliche Seele ist, als ein Theil der Materie oder der Welt, sterb-lich und vergänglich. Es gibt nur einen Geist, nämlich der, welcherdie Materie erfüllt, der allein thätige, der allein belebende, der alleinbefruchtende; derjenige, welcher nothwendig vor aller Ewigkeit bestand,alle Ursache und alle Wirkung in sich schließt. Keine Wesen mehr,außer Gott, keine menschliche Sittlichkeit, keine Gerechtigkeit, keineGesellschaft; daher folgende Theoreme: Gott und der Teufel sind eineund dieselbe Wesenheit; das Gewissen ist ein leeres Wort, die Sünveeine Abgeschmacktheit: Alles ist in Gott, Alles ist Gott. In diesemfanatischen Systeme findet man weder eine Offenbarung, noch einChristenthum; Christus ist nichts Anderes, als der in uns und in dieSchöpfung ausgegossene Geist; was er litt, ist nur „eine Fabel oderSittenspiel, welches uns das Geheimnis; unseres Heils versinnlichensoll." Christus ist in ihnen, sie sind Christus und können nicht mehr
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