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Zweiter Band (1844)
Entstehung
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I) De r Gesang

In Calvin's Liturgie fängt der Pastor mit der Bitte um dieVergebung der Sünden an und trägt laut folgendes Bekenntnis vor:Wir rufen zu unserm guten Gott und Vater und bitten ihn,er möge sein Angesicht abwenden von so vielen Beleidigungen, durchdie wir unaufhörlich seinen Zorn gegen uns reizen; obwohl wir un-würdig sind, vor seiner Majestät zu erscheinen, möge es ihm doch ge-fallen, uns anzusehen im Angesichte seines vielgeliebten Sohnes, un-, sers Herrn Jesus Christus, um die Verdienste seines Todes und Lei-dens zur Genugthuung für unsere Sünden anzunehmen; auf daß wirihm dadurch angenehm werden und er uns erleuchte durch seinen Geistin wahrer Erkenntniß seines Wortes und uns die Gnade verleihe,daß wir es in wahrer Furcht und Demuth hören, und durch dasselbebelehrt werden, unser Vertrauen auf ihn zu setzen, ihm zu dienenund ihn zu ehren zur Verherrlichung seines heiligen Namens unserLeben lang, ihm Liebe und Gehorsam zu leisten, wie es getreue Dienerihrem Herrn und Kinder ihren Vätern schuldig sind, weil es ihm ge-fallen hat, uns in die Zahl seiner Diener und Kinder aufzunehmen;wir bitten ihn, wie uns ihn unser guter Meister zu bitten gelehrt hat,indem wir sprechen: Vater unser!"0

Dann beginnt der Gesang der Psalmen; diesem folgt die Predigt,welche Calvin mit folgendem Gebete einleitet:Wir rufen zu unsermguten Gott und Vater und bitten ihn, der voll Weisheit und Licht ist,daß er uns erleuchten wolle durch seinen heiligen Geist in wahrer Er-kenntniß seines Wortes, und uns die Gnade verleihe, daß wir es inwahrer Furcht und Demuth hören, und durch dasselbe belehrt werden,unser volles Vertrauen auf ihn zu setzen, ihm zu dienen und ihn zuehren, unser ganzes Leben lang, wie es sich gebührt, zur Ehre seinesheiligen Namens, unfern Nächsten durch gute Beispiele zu erbauen,Gott Liebe und Ehrfurcht zu erweisen, wie es getreue Diener ihrenHerren und Kinder ihren Vätern schuldig sind, weil es ihm gefallenhat, uns diese Gnade zu erweisen, und uns in die Zahl seiner Dienerund Kinder aufzunehmen: wir bitten ihn, wie uns ihn unser guterMeister zu bitten lehrt: V. U."

Der Predigt folgte das Gebet, das Glaubensbekenntniß, derGesang und die Segnung der Anwesenden. Nach der Predigt breitete

1) Dicß ist das Gebet, welches Beza heim Colloquium zu Poijsy an Gott richtete.

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