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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
52
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Hören wir den heiligen Dionysius:

Wenn das Kind über das Taufwasser gehalten wird, macht mandreimal das Zeichen des Kreuzes auf seine Stirne und gibt ihm dieOelung."

Der heilige Augustin sagt:

Man haucht das Kind an, und beschwört es, um die Macht desSatans zu zernichten."

Bei dem heiligen Chrysostomus und dem heiligen Basilius heißt es:

Bei der Taufe segnet der Priester das Reinigungswasser."Was mag es unserm Cultus anhaben, daß nun Calvin, der dieQuellen des Katholicismus nicht kennen gelernt hat, willkührlich dieseCeremonien verspottet, deren mysteriösen Sinn er nicht begreifen wollte?Hatte er die beiden Seneca mit einander verwechselt, als er seine Ab-handlung von der Sanftmuth schrieb, warum sollte er über das Alter-thum unserer Liturgie nicht unwissend sein? So konnte er denn schrei-ben:Als der Teufel sah, daß diese Betrügereien von dem Köhler-glauben der Welt so leicht verkannt worden waren, erkühnte er sich,derbere Ungereimtheiten einzuführen, wie das Salz und den Speichel-auswurf. (craeüat.)"

Origines gibt ihm Antwort:

Der Priester berührt mit seinem Finger, den er mit seinemSpeichel befeuchtete, die Lippen, die Nase und die Ohren des Kindes,und spricht: Oeffne dich, wie der Erlöser gethan hat, als er denTauben und den Blinden heilte."

Das Abendmahl.

Calvin machte aus der österlichen Kommunion eine Vorschrift,Luther stellte sie jedem frei.

In der katholischen Kirche, bringt der Priester an jedem Tage für dasHeil all Derjenigen, welche in Ländern leben, in denen der Name Jesuverehrt wird, das heilige Meßopfer dar. In Genf setzte Calvinjährlich vier Communionen fest.

1) 8. Dion., e. 1. Löstest. Hier.

2) 8. ^ug. tib. I. eonk., csp. 11.

3) 8. össil., csp. 27, äe 8pir. sanct.

4) Lulv. liv. IV, Irrst, ek. 15.

5) Orig. komil. 6. sup. Lreckiel.

6) Longe igitur erront et peceent guoqus grsviter gut cogunt trominossub pecesto moet-rli in psseksli lesto uti, icj ynoä Irsctenus tierisotitum est, Op. Lutk., k. I. 344.