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worden, und die Geschichte Moses bis zur Eroberung des verheißenenLandes sei verfälscht und entstellt worden. Grainberg will nachDe Wette beweisen, daß die historische Autorität der Bücher der Chro-nik sehr zweifelhaft sei.
Nach Doctor Leo sind die Plagen Aegyptens, und der Uebergangdurch das rothe Meer nichts als poetische Ueberlieferungen.
Carlstadt behauptet, weder Samuel, noch Esdras seien die Ver-fasser der Bücher, die man ihnen zuschreibt.
Das Buch Judith ist nach Haffner ein frommer Roman; dieguten und die bösen Engel im Buche Tobias sind abergläubische Sym-bole; das hohe Lied ist ein anmuthiges Gedicht, in welchem die ehe-liche Liebe im Styl einer Jvylle geschildert wird.
Bretschneider sagt, das Buch Job sei nur ein Drama: der Ver-fasser zeige nicht, daß er eine höhere Eingebung empfangen habe. Dieunter dem Namen Psalmen bekannten Gesänge seien nur poetische Aus-arbeitungen. Er verwundert sich, wie man die Verwünschungen Da-vids, die in so offenbarer Feindschaft gegen die Gebote Christi stehen:als Eingebungen des göttlichen Geistes betrachten könne,
Leo sagt am angeführten Orte, die Propheten seien die Mönchedes Alterthums, fanatische Geister, deren fantastischer Charakter sichim Tode des Elias zeige.
Stähelin meint, es sei nicht möglich, daß Jsaias der Verfasserder Kapitel 40 bis 66 sei.
Michaelis behauptet, das Buch des Propheten Jonas sei eineFabel im Geiste und Geschmacke des Alterthums.
Augusti erklärt, es sei wahrscheinlich, daß die Lehre Jesu Christiim Neuen Testamente verändert worden sei.
Schulze und Schuttes schenken dem Evangelium des heiligen Mat-thäus wenig Glauben. *')
Eichhorn sagt, die drei Evangelien des heiligen Matthäus, des
1) Die Chronik nach ihrem geschichtlichen Charakter und ihrer Glaubwürdigkeitgeprüft. — Halle, 1823.
2) Wegsclrnoiitkr, Inst, tkeol. Oluist. zn IN).
3) Leo, Vorlesungen über die Geschichte des jüdischen Staates, 1828.
4) Onrlstaclt, De cgnnnicis scriptor., 1530.
5) Haffner, Einleitung zu der neuen, von der Straßburgischcn Bibelgesellschaftveranstalteten Ausgabe der heiligen Schrift. 1819.
6) Bretschneider, S. 93.
7) Leo. a. a. O.
8) Stähelin: Einige Bemerkungen über Jesaias, 40, 66. Tbeol Studien undKritik, 1830, I. 82.
9) Michaelis, Uebersetzung des alten Testaments.
10) Augusti's theol. Monatschrift. Nr. 9.
11) Brctschneider's Handbuch, Bd. II. S. 778, Anm.