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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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kick zu nehmen, wovon Ihr unfern gnädigen Willen vollbringet,und wir verbleiben euch mit Gnaden wohl bcigethan."') Zuseinem für die damalige Zeit außergewöhnlichen toleranten Be-nehmen mögen ihn weniger seine reformirten Lehrer und Hof-theologen angespornt haben, als vielmehr sein gesunderMenschenverstand wie auch der Umgang, welchen er mit katholi-schen spanischen Generalen, so namentlich dem Grafen vonBergh, in Arnheim gepflogen hatte. Friedrich Wilhelm zeigtebald, daß namentlich die Protestanten in dem jülich-bergischenLande an ihm einen kräftigen Schützer gewonnen hatten, wennsie gegründete Klagen zu führen hatten. Er war nicht derMann, welcher, wie Schwarzenberg, zur Erhaltung der glimpf-lichen Ruhe alle Klagen auf die lange Bank schob; er unter-suchte, forderte Genugthuung und verlangte Abstellung der Män-gel oder nahm Rache und gebrauchte Repressalien. Durch dasenergische Auftreten der brandcnburgischcn Regierung glaubtensich in vieler Beziehung die clevischen Katholiken verletzt, undsie wandten sich klagend an das pfälzische Ministerium. Sogingen die gegenseitigen Verationen und Klagen fort, bis derdefinitive Religionsvergleich jeder Partei ihre bestimmte Gränzezeichnete und alle weiteren Streitigkeiten abschnitt. Durch diesenVergleich wurden endlich in den clevischen Landen die so langegestörten religiösen und kirchlichen Verbältnisse zu friedlicherOrdnung gebracht, wenigstens in der Weise, wie auch der west-phälische Friede die Ordnung hergestellt hatte. Wie man beidem Statute dieses deutschen Friedensschlusses noch nicht bis zudem Grundsätze allgemeiner Toleranz hatte durchdringen können,so vermochte man es auch hier noch nicht. Aber damit warschon viel gewonnen, daß jetzt einmal Jeder seine rechtliche Stel-lung erhielt und die ganz genauen Glänzen kennen lernte, zwi-schen denen er sich bewegen konnte.

Von besonderer Bedeutung war in diesem Vergleich einPunkt, der im westpbälischen Frieden gar nicht näher erörtert

I) Jakobson, S. 158,