benc kölnische Truppen und durch sechs Regimenter, welche zurDeckung dcS Erzstiftcs von Pappenheim gesandt worden. VonSicgburg auszog Baudissen nach Deutz, tricd die kölnische Be-satzung in die Flucht und plünderte Stadt und Kloster. VonKöln hielt ihn der General Graf von Merode ab. Von Kölnabgewiesen, zog er gegen Mühlheim, von wo die neuburgischeBesatzung ohne Widerstand zu leisten floh. Jetzt wandte er sichwieder in das Oberstift und fiel in das Ahrthal ein: zuerst nahmer die Saffenburg, dann Ahrweiler; gleicherweise wurde Olbrückund Nürburg genommen und geplündert. Durch das Benehmender Schweden kam der Pfalzgraf von Ncuburg zu der Ueber-zeugung, daß durch die Neutralität wenig gewonnen würde: diekriegführenden Parteien achteten die Neutralität nicht und über--boten sich in Verwüstungen, Plünderungen und Schätzungen desneutralen Gebietes; nur eigne Macht konnte ein Land schützen.Darum gab Wolfgang Wilhelm seine Stellung als neutralerFürst auf, trat 1633 dem katholischen Bunde bei und übernahmdie Stellung eines ligistischcn Heerführers ussd versuchte aufeigne Faust sein Land vor dem Feinde zu sichern.^?1ber auch dasnutzte nicht; Feinde und Freunde tummelten sich fortwährendi mit wechselndem Glücke in seinem wie im kölnischen Gebiete,welches er durch seine Truppen zugleich mitschützcn wollte. Warein Haufe Feinde getrieben, welche schreckliche Spuren von Raub,Mord und Brand zurückgelassen hatten, dann lagerten dieFreunde an den verlassenen Plätzen und raubten oder verdarben^ das Wenige, was jene gelassen hatten. Soweit mußte es kom-men, daß Wolfgang Wilhelm 1656 mit den Feinden, dem hessi-schen Heerführer Grafen Eberstcin einen Vertrag schloß, wonacher dem Pfalzgrafen helfen sollte, die ligistischen Truppen ausseinem Gebiete zu vertreiben. Wo möglich noch schlimmereDrangsale als bis dahin hatte unsre Gegend 1642 und die fol-genden Jahre von Freunden wie Feinden zu erdulden; das Un-glück, welches bis dahin französisches Geld gebracht, sollten nunnoch französische Truppen vergrößern. Franzosen unter Guebri-
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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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338
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