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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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bot den Bürgern den Hingang und schloß an den Predigttagendie Stavtlhore. Aber dao half nichts, indem Einige Morgensfrüh vor Thorcsschluß, Andere schon Tags vorher hingegangenwaren. Der Nach fing nun an, die Sache ernstlicher zu betrei-ben und wollte durch Aufstellung von Truppen die Prcdigtbeflisse-nen abschrecken und abhalten, Aber zur Gegenwehr hatte auchschon Neuenar Reiter versammelt und aufgestellt. Unter diesenbemerkte man die Grafen von Solms und von Bentheim. Alsder Nach so wenig Erfolg seines Strebend sah, ging er dasDomkapitel an, auf daß dieses den Erzbischof an sein Rechtals Lehnsherr des Grafen von Neuenar und an seine Pflicht alsFürst dieses katholischen Staates erinnern solle. Gebhard aberschien wenig Lust zu haben, eine Partei sich zu Verfeinden, durchderen Unterstützung er die Verwirklichung seiner geheimen Planeerhoffen mußte. Dennoch mußte er endlich der drohenden Mah»nung des Kapitels Gehör geben und gezwungener Weise anNeuenar den Befehl erlassen, von seinem Beginnen abzustehen.Dieser Befehl ging ihm aber nicht von Herzen, das merktenKatholiken wie Protestanten, diese zur größten Beruhigung, jenezur höchsten Besorgnis'. Diese Besorgniß mußte noch mehr stei-gen, als man bemerkte, daß er gegen seinen frühem Entschlußden Reichstag zu Augsburg nicht besuchen wollte. Er mochteahnen, daß auf diesem Reichstage die Gesandten der StadtKöln, Gerhard Angelmacher und Lorenz Weber,') Beschwerdeführen würden über das gesetzwidrige Betragen einzelner Bür-ger und auch auswärtiger augsburgischen Confessionsverwandten.Er sah ein, daß er bei der Verhandlung dieser kölner Sachedas Wort werde ergreifen müssen, daß er dann in große Verle-genheit kommen werde, daß er entweder offen sich gegen die all-scitig bindende Gewalt der Religionsfriedensbestimmungen undtv gegen die Stadt Köln, gegen Kaiser und Reich erklären müsse,wozu ihm damals noch nicht der geeignete Zeitpunkt schien, oder

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