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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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wöchentlich zu einer vrvcntlichcii Sitzung zusammen. Vor diesesEonsistorium gehörten die Ehesachen, die Leitung der Prcdiger-wahlen, die Bestätigung der Gewählten, die Ernennung derLehrer, die Aufsicht über Kirchen, Schulen, und i >iw causa:, dielirchl. Gesetzgebung unter Beirarh der Geistlichkeit und die An-ordnung sonstiger kirchlichen Angelegenheiten. Die Geistlicheninsgesammt bildeten ein Ministerium, welches in zwei Abteilun-gen, die der Stadt und die der Borde, zerfiel. Zweimal jährlichtraten diese zu einer Synode zusammen. An der Spitze desMinisteriums stand der Superintendent, welcher die Oberaufsichtüber sämmiliche Gemeinden, Pfarrer, Schulen und Lehrer halte.Bei den unter der Aufficht dcö Raths geleiteten Pfarrcrwahlenwar er gegenwärtig, um über die Qualification des Subjectcezu entscheiden. Die einzelnen Gemeinden batten als Vorstandden Pfarrer nebst den Provisoren. Letztere hatten die unmittel-bare Sorge für das äußere Wohl der Gemeinde, insbesonderedie Aufsicht über das Kirchengebäude, das Recht den Pfarrer zuwählen, die Verpflichtung, im Verein mit dem Pfarrer Unordnnng und Acrgerniß in der Gemeinde durch Ertveilung von Natbund durch heil. Eifer zu verhüten, sittenlose Glieder vorzufor-dern, zu ermahnen und zu strafen.

Alle genannten Gemeinden in der Grafschaft Mark hieltensich zum lutherischen Bekenntnisse. Die Reformirten konnten nurunbedeutenden Anbang gewinnen. Gleich bei Einführung derReformation erklärten sich nur Hilbeck und Hamm für das rc-formirte Bckcnntniß. In Bladenhorst, Camcn, Wickede, Bönenund Nienrade bildeten sich gegen Ende des scchszehnten Jahr-hunderts die reformirten Gemeinden aus den schon längere Zeilbestehenden lutherischen.')

I) Ilnmolin»»», p. 8ZS. ff. IIVi>. ff. v. Sinnen, lvestph. Gesch., T. ü >>,27l). u. a.O. Berg, Sirf-Gcsch., S. Itil. Jakobson, Th. 4. S. 43. 5S ff.