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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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geschah auch, und die Gemeinde wurde trotz ihrer Sympathienfür den Protestantismus eine geraume Zeit noch dem katholischenKirchenwesen erhalten. Das Kloster sandte 1580 als Pfarrerden Gcrlach Katerbach. Dieser fügte sich den Wünschen derrcformirt gesinnten Gemeinde, theilte das Abendmahl unter bei,den Gestalten aus, unterließ öfters das Meßopfer und predigtenach protestantischen Grundsätzen. In gleicher Weise vcrfubrsein Nachfolger Johann Nolandseck (1589). Hiermit war derBruch mit dem Kloster und der ganzen katholischen Kirche voll-endet. Attenberg sandte zwar noch zwei katholisch gesinntePfarrer nach Solingen, aber die Gemeinde nahm sie nicht an,erbat sich vielmehr zur Abhaltung des Gottesdienstes den Tho-mas Kohlhagen, rcformirten Prediger zu Wald, bis sie 1598 inder Person des Adolph Erkard einen eignen Prediger erhielt. ')In Lennep wurden die übergetretenen Vikare Joh. Schlunk-rave und Steffen durch die katholisch gesinnte Stadtobrigkeit ver-wiesen. Allmählich aber erschlaffte der Eifer des Magistrats,und es konnte ungehindert die neue Lehre gepredigt und dasAbendmahl unter beiden Gestalten ausgetheilt werden. Als sol-che, die sich dies ganz besonders angelegen sein ließen, finden wirangeführt: Martin Henkel, Johann Sternberg, Johann Becker,Dietrich Hölterhof, Johann Steinweg.^) In Lüttringbauscn fin-den sich gegen Ende des sechzehnten Jabrhunderts als evan-gelische Prediger Dietrich Greveler und Eckhard Hartmann,

In Remscheid wurde die Reformation befestiget durch Am-brosius Faßbänder, welcher bis 1604 Hierselbst stand; in Da-bringhausen wurde sie 1560 eingeführt durch Paulus von Duis-burg, dessen begonnenes Werk Hermann Alutorius von Dort-mund vollendete; in Burg durch den Kaplan Johann Weinscigen,(1553) und den ihm folgenden Hermann Brevbof; in Walbröl1566 durch Pastor Johann Schevc; in Eckenbage» 1569 durchJohann Lang von Meinertsbagen, nach dessen Tode 15^0 die

1) v. Rccklingkauftn, B, 444

2) it>i<!, S, 5.35, 4»,