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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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Wasser segnen, und ohne auch nur einen Protestanten bekehrt zuhaben, mußte er wieder weggehen, bessere Zeiten erwartend,')

In Gemünd finden sich um 1559 Ncformirte, welche sichmeistens aus dem benachbarten Schleiden dahin flüchteten, Siehielten ihren Gottesdienst heimlich im Rathbausc, beim Scbullebreroder bei andern Bürgern. Um ihren Prediger keiner persönlichenGefahr von Seiten der Katholiken auszusehen, waren sie bemüht,die Katholiken im Ungewissen zu lassen, wer der Prediger wäre.Die Neformirten aus den Herrschaften Drciborn, Reifferscheid,Blankenheim und aus dem angränzendcn Thcile von Chnrtrierhielten sich nach Gemünd zum Gottesdienst. In Sittard findetsich schon 1553 Peter Winter von Beck bei Sittard als heim-licher Prediger, welcher der vereinigten Gemeinde von Sittardund Heinsberg vorstand. Zu dieser Kirche hielten sich die Ne-formirten von Maseick, Höngen, Havert, Gaffeln, Feucht, Gü-stern, Gräfcnbicht, Urmond, Stein, Gängelt. Gegen 1699trennte sich Sittard von der vereinten Gemeinde und konstituirtesich als eigne Gemeinde unter dem s», Theodor Horden, derfrüher in Aachen gestanden hatte. In Heinsberg blieb JohannLümschloß von Sonnborn Prediger. ^)

Die Neformirten aus Randerath, Hünshoven, Linnich,Hückelhoven und Wassenberg hatten sich 1575 unter HeinrichHervelt zu einer Gemeinde, dem sogenannten Mittclguartier Jü-lichs, znsammcngcthan. Diese trennten sich 1699, und jederOrt nahm einen eignen Prediger an.

Kirchberten und Otzenrath bildeten anfänglich eine Ge-meinde, welcher 1532 noch der Prediger auf der Bühren vor-stand; nach ibm erhielt jeder Ort seinen eignen Prediger. 3)

In Wevelinghoven, einer churkölnischcn Herrschaft unter deinGrafen von Benthcim-Nheda, hatten die Neformirten schon 1572unter dem Prediger Johann Wischmann die Pfarrkirche in Besitz/')

1) N, illcnIici'K;, XU, e. 59.

2) von Rccklinghaustn S. 183, ff,

3) i>n,I S. Il»9,

1) Rrcklmghauscn, S. Illll,