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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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miS, 1547, in Beek Job. Bongard, 1547, in Brienen eine An-zahl dort überwinternder Schiffer aus Holland, 1556, in Mörm-ter Jak. Michaelis, 1564 in Wehrd Joh. Herm. Grevinghof,1567, in Mehr und Haffen Pet. Breckerfeld, 1569, in Sons-beck Burchard Stier von Issel, 1570, in Jsselburg Gerh. Müller,1570, in Goch Edo Sentkes, 1570, in Alpen Thom. Sprank-hauscn, 1578, in Schermbeck Matth. Plcistcr, 1580, in GehmenLubertus, 1580, in Wehrderbruch Job, Tremonius, 1580, inEhl Phil. Räsfeld, 1580') das reformirte Bckenntniß ein. Ne-ben diesen reformirten Gemeinden bildeten sich seit 1552 auchnock lutherische Gemeinden zu Gahlen, Jsselburg, Schermbeck,Hiesfeld, Ringenberg, Hamminkeln, Rees und Emmerich.

Wir wenden uns in'ö Mich'sche Gebiet. Hier ist unter denOrten, wo die Reformation Eingang fand, Düren chronologischoben an zu setzen. Denn von hier aus konnte schon 1528 einevangelischer Prediger, Wilhelm Cappel als Prediger nach Lipp-stadt berufen werden. Anfänglich versah der Prediger von Dü-ren auch den Dienst in Stollberg, Eschweiler, Weiden, Lürken,Jülich, Wehr, Tetz und Bardenberg. An den Orten, wohin derPrediger des Sonntags nicht kommen konnte, wurden Aeltestebeauftragt, durch Ablesen einer Predigt und durch Leitung desöffentlichen Gebetes und Gesanges den Gottesdienst abzuhalten.Das unbestimmte und schwankende Benehmen des Herzogs inBetreff des neuen Bekenntnisses ließ den Prediger bei der öffent-lichen Abhaltung des protestantischen Gottesdienstes manchmalGefahren für seine Person fürchten, und darum berief er dieGemeinde häufig zur Predigt auf adelige Häuser, wie nach Ber-ken, Merödchcn, Pesch, Paland u. s. w., wo er sich für sichererhielt als in den Dörfern. Auch wurde manchmal des Nachtsder Gottesdienst abgehalten. Von 1596 bis 1605 entbehrteDüren gänzlich eines eignen Predigers, und mitunter wurdenPrediger von der bergischen Synode nach Düren gesandt, um

1) Jakobson, H. 4, S, 82.