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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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seinc Stelle einnehmen solle. Die Jesuiten bemühten sich nun,dieses Gymnasium unter ihre Leitung zu bekommen. Vorabmußten sie aber Proben ihrer wissenschaftlichen Befähigung able-gen. Zu diesem Zwecke eröffneten sie verschiedene Vorlesungen.Mit bedeutendem Erfolge und allgemeinem Beifalle hielten namentlich Coster, Rheydt und Dionysius theologische, philosophi-sche und physikalische Vorträge. Durch ihre glänzenden Erfolgeerweckten sie den Neid vieler andern Professoren. Nach vielenvergeblichen Deliberationcn zwischen dem Rektor der Universität,Heinrich von Tungeln, den Rektoren der andern Gymnasien,den Fakultätsmitgliedcrn und dem kölner Senate und nach vielengehässigen Jntriguen der Jesuitenfeinde wurde endlich im No-vember i55ö den Jesuiten das Gymnasium definitiv übergebenund Johann von Rheidt zum Rektor des dreigekrönten Gymna-siums erklärt. Den 15. Februar begannen die Jesuiten bieri»ihre Vorlesungen.') Hierdurch mußte der Stand der Protestan-ten in Köln einen Grad schwieriger und gefährlicher werden.Die Protestanten suchten auf die verschiedenste Weise die Wirk-samkeit der Jesuiten zu schwächen: sie empfahlen zum Besuchdie Monhcim'sche Schule in Düsseldorf, legten protestantischeWinkelschulen an, verbreiteten durch die ganze Stadt protestan-tische Traktätchen, welche sogar an den katholischen Kirchthürenauogetheilt wurden, und suchten auf alle Weise Anhänger fürihre Sache zu gewinnen. Aber die Jesuiten hielten aufmerksameWacht und durch sie wurde solchem Treiben aller Erfolg benommen.Sie wiesen bei Predigt und Unterricht auf die vielfachen Ge-fahren hin, welche von der Schule zu Düsseldorf her drohten.Beim Senate suchten sie es durchzusehen, daß die Winkelschulenaufgehoben wurden. Rheidt setzte es durch, daß durch zweiSenatoren und zwei Theologen die Läden der Buchhändler visi-ert wurden und ihnen durch strenge Ecnsur-Jnstruktionen Druckund Verkauf von schädlichen Büchern untersagt ward. Als derPastor von St Mauriz vom katholischen Glauben abgefallen

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