kräftig, muthig und unbeirrt inmitten dieser Gefahren und In-triguen. Sie hatten in ihrem Orden für jede Gefahr Köpfeund Kräfte, welche alles dies überstehen konnten, es mochte nungeschehen auf dem Wege geduldigen Friedens oder offenenKampfes, oder durch List oder durch Gewalt. Aus der Ge-sammtheit der verschiedenartigsten Charaktere hatten die Vor-steher des Ordens stets den richtigen Takt, diejenigen Köpfeherauszusuchen, welche gerade für den zu erreichenden Zweckam tauglichsten waren, und gerade durch solche kluge Wahlund geschickte Anwendung der entgegengesetztesten Anlagen undKräfte verstanden sie es, Alles, auch das Widersprechendstezur Erreichung des allgemeinen Zweckes zur herrlichsten Einheitzu verbünden. Wo es galt, einen Fürsten der alten Kirche treuzu erhalten, in gelehrten Werken den Häuptern der neuen Rich-tung die Spitze zu bieten, die Hauptlehrstühlc auf Universitäre»zu besetzen, den höheren Unterricht der Jugend zu leiten, da fin-den wir seit dem Auftreten des Ordens Jesu immer Väter dieserGesellschaft. Kaum zwei Jahre war die Gesellschaft von PapstPaul !SI. bestätiget, als auch schon Väter dieses Ordens ihreWirksamkeit in Köln begannen. Um den Hauptzweck der Ge-sellschaft, Kampf für die katholische Religion und gegen dieneue Lehre, zu fördern, wurde zuerst Peter Faber nach Deutsch-land gesandt. Dieser schickte von Speier aus im Juli 1542die beiden Väter Johann Aragonius und Alphons Alvarus nachKöln.') Ihr Wirken war gering und ohne Aufsehen, und sievermochten es nicht zu hindern, daß in der heiligen Stadt dieneue Lehre immer mehr Anhänger gewann. Die Gutgesinntender Stadt wünschten Hemmniß im Wachsthum des Protestantis-mus. Der Jesuiten Ruf in erfolgreichem Kampf gegen dieNeuerung war schon begründet, und namentlich hatte Peter Fa-ber sich in dieser Beziehung festes Ansehen verschafft. Er be-fand sich damals in Mainz. Zu ihm sandte die Stadt Köln
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