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streitigen Fragepunkt über die Art der Gegenwart Christi imAltarssakramente zum heftigsten und erbittertsten Kampf ausge-sponnen. Alle namhaften protestantischen Theologen des 16.Jahrhunderts sind mehr oder weniger daran betheiligt, und fast allehaben in dieser Zeit erfahren müssen, was Fanatismus und reli-giöser Wahnsinn ist. Hauptbeerd deS ganzen Kampfes warendie Protest. Provinzen des nördlichen und mittleren Deutschlandsund hier namentlich die sächsischen Provinzen. Machtspruch fürden Sieg und die Herrschaft oder für die gänzliche Niederlageund Unterdrückung der einen oder andern Partei war stets dieGesinnung der Fürstenhöfe, und von dieser Seite her mußtendie Theologen schmerzliche Züchtigungen empfinden von der Ruthe,welche sie der milden Hand der Kirche entrissen und freiwilligder eigenmächtigen Hand der Fürsten anvertraut hatten. Aufder einen Seite standen die begeisterten, fanatischen AnhängerLuther's, denen nichts für wahr und heilig galt, als was ausLuthers Munde oder Feder geflossen. Sie näherten sich nachder Vorstellungsweise Luther's in ihrer Lehre vom Altarssakra-mente so ziemlich der katholischen Lehre, erklärten sogar manch-mal in dem Streite mit ihren protestantischen Gegnern die ka-tholische Lehre für die allein wahre und rechte, behaupteten aberdoch noch immer im Gegensatz zur katholischen Lehre sowohl eineabweichende Vorstellung über die Art der Gegenwart Christi„mit den Gestalten des Brodcs und Weines", wie auch eineAbweichung in der Feier des Altarssakramcntes unter beidenGestalten. Auf der einen Seite standen solche, welche nicht sogerade weg in vm-Im inagistri schwören, sondern neben demWorte der Schrift und der Auslegung Luther's auch ihren Ver-stand noch zu Rathe ziehen wollten: sie verstanden die Gegen-wart Christi im Altarssakramente nur im figürlichen Sinne.Diese Partei ist, seitdem Calvin und die Schweizer ihre Ansichtvertraten, bekannt unter dem Namen der calvinischen oder auchreformirten. Man würde sich aber sehr irren, wollte man an-nehmen, alle die in jenem Kampfe von den streng Lutherischen