I.itoi'm» »Iiiversüiilis et kanninilari! elei i tMIai>i,'!>5m ,!e ,Ioe
Ii iiu, et v«e»t!one Lueee!. >) Hier trat der geringere Clerusder Stadt Köln, ftamiKil-nüiiK^ für die Wahrheit in die Schrankcn, weil er gerade und mit ihm die Universität durch daS andas Volk gerichtete Schrifrchcn Bucer's zum Kampfe provo-eirt war. Vuccr hatte als eingedrungener Lehrer des gött-lichen Wortes zum Volke gesprochen; und nun war diePflicht zu antworten an denen, welchen die Belehrung desVolkes anvertraut war: das war die Geistlichkeit zweitenRanges und das waren die Theologen der Universität. Wenndas Domkapitel sich aljo bei dieser Schrift nicht betheiligtc,so ist der Grund hiervon ganz einfach und natürlich: wo esmehr galt, die Lehre der Kirche zu vcrthcidigen, da trat derniedrigere Clerus an die Spitze, wo es sich aber mehr um Wah-rung der Rechte in der Kirche handelte, da trat vor Allen dasKapitel auf den Kampfplatz. Wenn Melanchthon behauptet,^das Domkapitel habe sich nicht an genannter Schrift betheiligt,weil es die darin enthaltenen Behauptungen nicht gebilligt habe,so können wir dies nur für eine leere Prahlerei ansehen: erwollte seinen entfernten Freunden eine hohe Idee von seinen glän-zenden Erfolgen beim kölner Domkapitel beibringen. Aber baldmußte er sehen, daß das entschiedene Auftrete» des Kapitels ihnLügen strafte. Während sich der Streit zwischen Bucer mit demChurfürsten zur Seite und dem Domkapitel und kölner Clerusfortzog und die gegenseitige Spannung von Tag zu Tag immergrößer wurde, säumte Bucer in keiner Weise, das Volk für seinePlane zu bearbeiten und für sich zu gewinnen. In Bonn, derResidenz des Churfürsten, wie im ganzen Archidiakonate war esein Leichtes, der Neuerung Eingang zu verschaffen. Archiviakonwar der Bruder des Churfürsten, Graf Friedrich von Wied, Propstdes CassiuSftiftes in Bonn. Er war ein schwacher Mann, ohneEnergie und festen Charakter. Seine Schwäche hatte er bewährt,
1) Seckciul., I. III. g. It)7. a<Id. c. INiU-lnclitUo», !>>t- "i'uciKerttm.
2) INtNanclNIttm, <?z>. I. III. c>». tt>.