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unmittelbar der Uebcrzeugung des Volks bemächtigen. Darumboten sie Alles auf, um vom Fürsten die Erlaubniß zu erringen,öffentlich die neue Lehre vortragen und als förmlich angestellteDiener des göttlichen Wortes auftreten zu dürfen. Das gelangihnen. Zu Buschhofcn trat Bucer als Prediger auf, in KempenAlbert Hardenberg, in Andernach Johann Prätorius, an andernOrten Gerhard Westerburg, und so nahmen noch an mehrerenStellen, wie in Linz, Linn u. s. w. Anhänger der neuen Lehreden Dienst des göttlichen Wortes für sich in Anspruch') undprahlten damit, daß sie das Volk aus dem Diensthause desPapstthums in die evangelische Freiheit einführten. In der Ma-nier Luther's war ihr ganzes Predigen nur ein fortlaufendesSündenregister der katholischen Kirche, wo das Wort Gottesnur verzerrt und voller Menschenzuthatcn verkündet würde; eswar ein fortwährendes Prahlen mit den Tugenden, wozu sie dieMenschheit jetzt erheben würden und mit dem Glänze der Wahr-heit, die sie jetzt rein und unverhüllt und wie aus göttlichemMunde der Menschheit zuführen würden. Das Domkapitelsäumte nicht, bei diesem Fortgange der Neuerung abermals bit-tend uno überzeugend den Churfürsten auf eine andre Bahn zulenken; es ließ eine Denkschrift abfassen unter dem Titel: 8<?u-lentis lleleetoi'nm per venerslnle Ospilnlnm eeelek-i-e Oolo-niensis lle voeatiane Alaitini lliieeri reverenllisslinn Dominotioloniensi non liciiisse ülsrlinnin Vneerinn, eac^ua fselumest inoüo, verln ininisterio prnlioere 2) Hierin waren dieGründe entwickelt, warum Bucer in keiner Weise als Kirchen-diener in der kölnischen Diözese zu dulden sei: er sei ein Wider-sacher des katholischen Glaubens, zerstöre Altäre und Bilder,schaffe die Messe ab, vernichte allen alten Cultus, unterdrückedie kirchliche Freiheit, hebe alle Klöster beiderlei Geschlechtes aufu. dgl. m. Dringend baten sie den Churfürsten, von diesem ver-kehrten Beginnen abzulassen und die Neuerer wieder in ibre Hei-
1) ttamelmsno, p. IttZA.Nesliovius, p. 45.