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zu thätiger Beihülfe gegen den zweiten Erbfeind des Reiches.König Franz und den treulosen Reichsstand, Herzog Wilhelm,zu bestimmen. Die Furcht vor der wachsenden Uebermacht deskaiserlichen Hauses stimmte viele Stände gegen eine kräftigeHülfe des Reiches. Namentlich sträubten sich mehrere protestan-tische Fürsten gegen den Beschluß solcher Reichshülfe, weil siebesorgten, daß die kaiserlichen Waffen sich im Falle eines voll-kommenen Siegen gegen sie wenden würden. Am eifrigstensprach dagegen der Churfürst von Wied, der gerechte Ursachehatte, zu fürchten, nach einem Siege des Kaisers möchte dannmit Gewalt seiner Reform Einhalt gcthan werden. Ein pro-visorischer Waffenstillstand wurde beschlossen. Die sülichschenGesandten, Doctoren Johann Vlatten, Gottfried Gropper undJohann Veltemeier, brachten dem Herzoge diese Nachricht, alser gerade sich bedeutender Vortheile über die Kaiserlichen er-freute. Er wollte nun lieber diese Vortheilc verfolgen und denKrieg fortsetzen. Bald aber wandte sich das Blatt. Der Kaiserwar aus Algier zurückgekehrt, und sein erstes Bestreben war esnun, im Churstaate Köln die kirchlichen Wirren beizulegen, unddann mit verstärkter Kriegsmacht die geldrische Angelegenheit zuschlichten. Ueber Worms und Mainz kam der Kaiser den Rheinherunter nach Bonn. Von da zog er gen Düren und verlangtedurch einen Herold Uebergabe; im Weigerungsfälle drohte ermit Sturm und Plünderung. Die Besatzung aber glaubte nichtan die Nähe des Kaisers, vielmehr wähnte sie ihn weit weg immittelländischen Meere als eine Speise der Fische. Es hattennämlich die Franzosen das Gerücht ausgesprengt, auf der afri-kanischen Erpedition sei Kaiser Karl in einem Schiffbruche um-gekommen. Durch dieses Gerücht wollten sie den Clevländernjede Furcht vor dem Kaiser benehmen und sie im Festhalten amfranzösischen Bündnisse und dem Widerstande gegen die kaiser-lichen Truppen stärken. Wenn der Kaiser todt war, so hattensie freies Spiel; denn vor König Ferdinand brauchten sie leineFurcht zu haben: er hatte mit den Religionssachen genug zu