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bloß wollte ich von meinem Bisthum geben, daß diese Sachezu gutem frieden gerichtet würde."
Die Gesinnungen, welche die einzelnen Stände, Gesandtenund Gelehrten von Augsburg mit nach Hause nahmen, warenalso ganz verschieden, und vielfach auch ganz verschieden vondenen, welche sie mit dahin genommen hatten. Es hatte, wieSalig bemerkt,-) die augsburgische Confession eine ungleicheWirkung in den Gemüthern hervorgebracht, gleichwie die Sonnemit ihrer Wärme den Thon hart macht, das Wachs aber er-weichet. Einige auch unter den Großen kriegten Augen undkamen auf andere Gedanken; Andere wurden aber dadurch nochmehr verhärtet und erbittert.
In wie fern die Theilnehmer aus unsrer Gegend eine gün-stige Gesinnung für die Reform vom Reichstag in die Heimathgebracht und ihre Ansichten und Ueberzeugungen zu verbreitenund in's Leben überzuleiten suchten, zeigen hierorts ziemlich deut-lich die bald erfolgenden weit verbreiteten Bestrebungen zu Gun-sten der Reform. Zwar waren diese Bestrebungen nicht gleichvon vornherein mit dem Bewußtsein verbunden, daß förmlichdas augsburgische Bekenntniß sollte eingeführt werden, und daßin ihrer ganzen Ausdehnung die Reform Hierselbst bewerkstelligtworden. Es zeigte sich Anfangs nur das Bewußtsein, daß be-deutende Mängel in Glauben und kirchlichem Leben vorhanden,und daß mit aller Aufmerksamkeit auf ihre Beseitigung gesehenwerden müßte. Dieses Bewußtsein und diese Bestrebungensuchten nun die erklärten Anhänger der neuen Lehre aufzugrei-fen, zum Vortheil ihres Bekenntnisses auszubeuten und die heil-samen Reformbestrebungen einzuleiten in das weite Bett derReformation.
Aus dem Ländereompler der Erzdiözese Köln hatten amReichstage Theil genommen der Erzbischof Churfürst Hermannvon Köln. Bei ihm waren als bemcrkenswerthe Personen Graf
1) Enich? lüstoriv», low. V. r. IM.
2) B, 3. K. 5. §, I.