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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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Caspar von Glogau, Joh. Aeliuö ^u., Matth. Breiden-bach, Heinrich Uranius. In Dortmund erhoben sich die Stu-dien in dieser Weise unter Nehemiuö aus Drolshagen, CyprianVomelius, Quirin Neiner, Bernhard Copius. In Hammmachte sich eine solche Schule bemerklich unter Ludolph Herin-gius, dem eine Zeitlang Hermann vom Busche zur Seite stand,und in Schleiden eine gleiche unter Johann Neuburg, in welcherJohann SleidanuS und Johann Sturm ihren ersten Unterrichterhielten

So hatte, außer dem Churstaate selbst, in der Kölner Erz-diözese die öffentliche Gesinnung allmählich eine Richtung genom-men, welche dem Eingange der Reformation den Weg anbahnenkonnte. Viele Private, Herren, Grafen und Commünen lauer-ten auf ein ziehendes Beispiel, und sie blickten hin auf denHerzog von Cleve. Sein Uebertritt wäre entscheidend für einengroßen Theil der Diözese gewesen. Seine ganze geistige Rich-tung war humanistisch und reformsüchtig. Aber bei ihm undseinem Sohne Johann II!, war die Macht der Gewohnheit nochzu groß und die heilige Scheu vor dem hergebrachten Glaubennoch zu kräftig, als daß sie es über sich vermocht hätten, sichder Neuerung anzunehmen. Im Gegentheile, wo sich in ihrenLandgebicten Bestrebungen zu der Neuerung kund gaben, suchtensie selbige durch scharfe Edikte zu unterdrücken. Dieß galt sowohlfür das Erbland Cleve und die Mark, wie auch für die Landevon Jülich und Berg, welche Johann II?., als Gemahl derMaria, einziger Tochter und Erbin des Herzogs Wilhelm vonJülich und Berg 1511 erhielt, und 1521, beim Tode seinesBaters Johann ZI., mit Cleve und Mark vereinte.

Weil so der Herzog von Cleve mit keinem Beispiele vor-angehen wollte, und auch der geistliche Herr und Führer, derErzbischof Hermann, mit energischer Sprache vor der Neuerungwarnte, so getraute sich einstweilen noch, vor dem Reichstagevon Augeburg, keiner der Grafen, Ritter oder Commünen,

I) Il-iiiielmnnii.