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Georgsstiftes in Köln erhielt.Eben so ging eS mit dem dort-munder Decanate, wo schon seit 1203 der Dechant des Stiftes8t. Alnriso »cl gi-nlns in Köln die Archidiakonalrechte ausübte.Auch der Decanat Deutz entzog sich dem Dompropste, und hierwurden die Archidiakonalrechte vom Propste zu St. Cunibcrt inKöln ausgeübt. ^ Im 17. Jahrhunderte wurde dem Dom-propste auch noch die Archidiakonalgewalt im attendorner, mc-scheder und medebacher Decanate genommen, und dieselbe wurdefür die Decanate Meschede und Medebach dem erzbischöflichenCommissar für das Sauerland übertragen und für den Deca-nat Attendorn zwischen dem erzbischöflichcn Commissar für Aar-dep und dem für das Sauerland getheilt. Der zephlicher odernpinwegener und der stralener oder gelderner Decanat wurden1559 von der kölner Diöcesc abgetrennt und dem neuerrichtetenBisthum Nuremonde zugetheilt; beide fallen also aus demBereiche unserer Untersuchung.
Wie sehr auch diese kirchliche Eintheilung und Organisationmit den in den verschiedenen Abstufungen liegenden Rechten undVerpflichtungen geeignet sein mochte, Einheit in kirchlichem Glau-ben und Leben zu wahren, so verlor sie doch dem gewaltigenDrange der Reformation gegenüber fast allen Einfluß und fastalle Bedeutung. Die enge Verwachsung der kirchlichen und po-litischen Verhältnisse im deutschen Reiche und dann das Patro-natwesen war die Brücke, auf welcher die Leitung der Reformdem kirchlichen Regiment entwunden und dem bürgerlichen über-geben wurde, um meist selbstsüchtige und profane Zwecke unterdem Deckmantel von Religion und Wahrheit zu erstreben. DieGestaltung der kirchlichen Angelegenheiten begann sich nach den
1) Binterim, Bd. I S. WS.
2) Binterim, Bd. 1 S. WS.
3) Binterim, Bd. I S. 312.
4) Binterim, Bd. 1 S. 295 u. 309.
5) Binterim, Bd. l S. 292.
k) Binterim, Bd. 1 S. 229 u. 2??.