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Zuhilfenahme der Magazingenossenschaft immer nur ein kleinerKreis der Gewerbetreibenden den Vorteil haben kann. Wird dieMagazingenossenschaft bei einer Submission berücksichtigt, so kannsie sich nun entweder in der Weise betätigen, daß sie selbst ineigenen Werkstätten die Ausführung der Arbeiten übernimmt, oderdiese an ihre Mitglieder nach einem vorher vereinbarten Turnus ab-gibt. Die Herstellung von Arbeiten, sei es in eigenen Werkstättenoder durch die Mitglieder, muß überhaupt von vornherein in denBereich der Möglichkeit gezogen werden, weil es jederzeit vorkommenkann, daß die Magazingenossenschaft Bestellungen zur Ausführungbekommt.
Produktivgenossenschaften (vgl. § 13). Wir stehen beider Magazingenossenschaft bereits an der Grenze zur Produktiv-genossenschaft. Allerdings, zum Wesen der eigentlichen Produktiv-genossenschaft gehört, daß der einzelne Gewerbetreibende seine Selb-ständigkeit aufgibt und nur noch weiter als Arbeiter der Produktiv-genossenschaft tätig ist. Die Produktivgenossenschaft gehörte zudem System Schulze-Delitzsch, ihre Entwicklung war für ihn dasEndziel. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse undauch die politische Gestaltung haben die Erreichung des Zieles un-möglich gemacht. Heute wird nur unter ganz besonderen Voraus-setzungen die Möglichkeit für erfreuliche Entwicklung der Produktiv-genossenschaft gegeben sein. Wenn die Produktivgenossenschaft zueiner gewissen Entwicklung gelangt, dann pflegt sie erfahrungs-gemäß sich gegen die Aufnahme neuer Mitglieder abzuschließen.„Doch die Wurzel aller Schwierigkeiten liegt in dem harten Wider-spruch der beiden Thesen, daß auf der einen Seite das Streben nachwirtschaftlicher Selbständigkeit zur Genossenschaft drängt, auf derandern Seite aber die Genossenschaft gerade ein teilweises frei-williges Aufgeben der Selbständigkeit verlangt----Wie schwer ist es,
dem Handwerker die Arbeitskraft, Kenntnis, Fertigkeit, kurz alles zunehmen, worauf er seine Existenz aufbaut, dies alles zu vermengenmit der Leistungsfähigkeit anderer, die er vielleicht aus Konkurrenz-neid nur mißtrauisch zu betrachten gewohnt war, und ihn für alleZukunft auf einen bloßen Anteil am Erträgnis zu beschränken. Dassetzt voraus eine tiefe Überzeugung von der Notwendigkeit dessolidarischen Vorgehens, eine vorurteilslose Anerkennung der Arbeits-leistung des Gewerbsgenossen und ein festes Vertrauen zu jenen, inderen Hände die Leitung der Genossenschaft gelegt wird." (Grunzel:„System der Industriepolitik".) Bei den hier erwähnten Schwierig-keiten ist noch gar nicht berücksichtigt das wirtschaftliche Gedeihender Genossenschaft, das von so vielen anderen Begleitumständen ab-