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hängt. Und dann: welche Stellung soll die Produktivgenossenschafteinnehmen? Handelt es sich um handwerksmäßigen Betrieb, dannist die Produktivgenossenschaft entbehrlich — geht der Betrieb aberdarüber hinaus, reiht sich die Produktivgenossenschaft in den Kreisder Fabriken und Großunternehmungen, dann muß sie auch allenden Erfordernissen genügen, von deren Vorhandensein das Gedeihenderartiger Betriebe abhängt. Und ob dann die Form der eingetragenenGenossenschaft die richtige ist, mag zweifelhaft sein. Gleichwohlweisen die Listen bestehende Produktivgenossenschaften auf, unddarunter sind verschiedene, die erfreuliche geschäftliche Resultatezu verzeichnen haben. Allerdings mag die Gründung dieser Ge-nossenschaften unter besonders günstigen Verhältnissen vor sichgegangen sein.
„Mehr als bei jeder anderen Genossenschaft ist die Lösung derSchwierigkeiten bei der Handwerkergenossenschaft auf die Personen-frage zurückzuführen. Nach einer Richtung hin haben die Förde-rungsbestrebungen des letzten Jahrzehnts ganz zweifellos sehr nach-teilig gewirkt, wobei wir ganz abgesehen von Verwirrung, die dadurchhervorgerufen wurde, daß eine neue Ära eingeleitet wurde mitschweren Angriffen auf die Schulze-Delitzschschen Genossenschaften— man hat dem Handwerkergenossenschaftswesen Ziele gesteckt, dienicht erreicht werden können; man hat die Vorteile des Ilandwerker-genossenschaftswesens in einer Weise geschildert, daß in den weiterenKreisen des Handwerks angenommen werden mußte, die wirtschaft-lichen Vorteile ergeben sich ganz von selbst, wenn nur die Genossen-schaft besteht, und die wirtschaftlichen Vorteile müssen zur Besse-rung der wirtschaftlichen Lage des Handwerks führen. Es istvollkommen übersehen, daß die Handwerkergenossenschaft nur eineHilfsorganisation ist, bestimmt, nach verschiedenen Richtungen hindem Handwerker wirtschaftliche Vorteile zuzuführen. Die Hand-werkergenossenschaft hat nicht die Aufgabe, an und für sich denGesellen die Selbständigmachung zu erleichtern, sondern sie solldem selbständigen Meister die Möglichkeit bieten, seinem Betriebedie Vorteile des Großbetriebes zuzuführen, sei es bei dem gemein-schaftlichen Einkauf der Rohmaterialien, sei es bei der Nutzbar-machung von Maschinen, sei es bei der Anpassung des Warenabsatzesan die Bedürfnisse des heutigen Lebens. Selbständig soll nur derGewerbetreibenden werden, der die nötige technische Ausbildung ge-nossen, der über die nötigen kaufmännischen Kenntnisse verfügt,und der auch vor allen Dingen bereits ein genügendes eigenes Ver-mögen besitzt — nur wenn diese drei Voraussetzungen gegebensind, soll er sich auf eigene Füße stellen. Wenn dann in der rieh-