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' _ Berichtigungen, g
allerdings Wahrnehmungen oder Vorstellungen auch ohneBewußtsein gibt.
Seite 128. zu Arendator. „Sollte man nicht Arrendeunb Arrendator schreiben müssen, da sie von Adrendeunb Adrendator fjerfommen?" v. Wink erfe ld.
Seite 129 zu Aristoeratie. „Aristokratie, von einerStaatsverfassung gesagt, wie sie ehemahls Venedig, Ge-nua und einige Schweizercantons hatten, scheint mir am(an) besten durch vielherriger Staat gegeben zu werden.(Nicht etwa lieber mehrherriger, da vielherriger eigentlichdcrPol/cratie antwortet? C.) Ich theile nämlich alleStaaten in Freistaaten und Herrenstaaten, und die letz-ten wieder in einherrigeflVlonocratien,■ nicht Uonar-chien; das letzte ist die Form der Verwaltung desStaats, wie sie z. B. seit einem Jahre in Frankreich ist,nicht die Form der Verfassung des Staats, unter, wel-cher letzten ich mir das Verhältniß denke, in welchemdie Häuser oder Familien eines Staats zu einanoer''ste-hen, ob sie alle frei, d. i. unabhängig von einander,oder ob einer oder einigen die übrigen unterworfen sind)d. i. solche, wo einer Familie die übrigen unterworfensind; und in viclherrige (mehrherrige), wo einige Fami-lien sich das Recht anmaßen, die übrigen von sich ab-hängig zu erhalten. An dieAbstammung des Worts Ari-stokratie wird Hiebei freilich nicht gedacht; aber warumsoll man auch daran denken, wenn man einmahl in derDeutschen Sprache denkt? Ein Deutscher, ein K l e i n-jogg z. B., der jene ausländischen Wörter gar nichtkennte, und dieStaaten eintheilen wollte, würde, den-ke ich, meine Ausdrücke gebrauchen. Wenigstens habeich aus dem Wirwarr von Aristokratie u. s. w. mich nichteher herausfinden können, als bis ich jene Ausländerseitwärts liegen ließ, die Sache selbst, die Staaten,scharf ins Auge faßte, und mir den Fall dachte, daßich sie einem Deutschen, der kein Grichisch wüßte, miteinheimischen Ausdrücken bezeichnen sollte. Bei denen,die ich gewählt habe, trifft, wenn ich nicht irre, Leib-nitzens Bemerkung (S. 18.) zu, daß unsere Spra-
- che nichts als rechtschaffene Dinge sagt, oder, nachmeines Freundes treffendem Ausdrucke (S. IX.), daßsie ein Prüfstein der Begriffe ist."
„Die Ausdrücke Democratie und Republik, flie-ßen, nach des Verfassers richtigen Bemerkung, in ein-ander ; doch würde ich, wenn ich Freistaat mit einemausländischen Worte geben sollte, Republik sagen,weil dis Gemeinwesen bedeutet, eine Sache, die sichnur in einem Freistaate finden läßt." Trapp. S.Republik.
Scite 132 ju Artikel. „Geschlechtswort ist auch des-wegen mit Recht verworfen worden, weil der Artikelanfangs geschlechtslos war, und nur in spätern Zeitenan ihm, wie an allen Beiwörtern und Bestimmungswör-tern das Geschlecht bezeichnet wurde. Ein Bestim-mungswort ist der Artikel; aber nun fragt sich, wo-ll. Band.
atze und Zweifel.
von? Ich denke mir die Sache so. Der Mensch bilde-te sich für eine Gattung Geschöpfe einen Namen, wieequus, Pferd. (Eher für die Gattung, als für dasEinzelne? Ich zweifle!) Einige Völker, wie die Latei.ner, gewöhnten sich, unter dicsemNamen die ganze Gat-tung, einen einzelnen unbestimmten, ja auch sogar be-stimmten Gegenstand aus derselben, zu verstehen, ohneeines wettern Zusatzes zu bedürfen. Andere, wie wirDeutsche, konnten sich hieran nicht gewöhnen. Sie mach-ten also aus dem Zahlworte Ein den Artikel ein, umeinen einzelnen unbestimmten, und aus dem Fürmorke(Pronomine) der den Artikel der, um einen durchdie ihm allein eigenen Eigenschaften bestimmten Gegen-stand irgend einer Gattung zu bezeichnen. Daß in derFolge der bestimmte Artikel mit dem Gattungsnamendie ganze Gattung zu bezeichnen gebraucht wurde, dar-auf brauchen wir hier nicht Rücksicht zu nehmen. Esgehört dieser Gebrauch schon zu den Figuren. Die Ar-tikel dienen also dazu, ein, um einen Gegenstand über-haupt aus der ganzen Klasse herauszuheben, ohne Rück-sicht auf seine besondern Eigenschaften, der, um zugleichdie besondern Eigenschaften mit einzuschließen, oder voneinem, durch dieselben genau bestimmten Einzelwesen zureden. —> Hierauf nun scheint mir die Benennung derArtikel sich gründen zu müssen. Ich würde ihn denVer-einzelner nennen, wenn dieses Wort nur gefälliger wä-re; oder das Theilwort, weil er die Gattungen gleich-sam in ihre Bestandtheile zerlegt. Wie falsch die Ver-muthung ist: die Sprachen hätten, gleich einem Stot-ternden, damit nur andeuten wollen, daß ein Wortausgesprochen werden solle, erhellet aus dem Bemerktenvon selbst." Wagner. Dis letzte zugegeben, scheintder Name Andeuter dennoch, in anderer Rücksicht, garnicht unpassend zu fein; in der nämlich, daß dadurchangedeutet wird, es solle unter dem mit dem Artikelverbundenen Worte dismahl nicht die ganze Gattung,sondern nur ein darunter begriffenes bestimmtes oderunbestimmtes Einzelwesen, verstanden werden. Theil-wort ist zu dunkel, und Vereinzelner, nach meines Freun-des eigenem Urtheile, kein gefälliger Ausdruck. Fallsnun aber auch Andeuter nicht genehmiget werden soll-te, so möchte ich Ausheber dafür vorschlagen. DerAr-- tikel soll nämlich einen einzelnen Gegenstand aus derGattung ausheben.
Seite 136 zu A tout. „Hier ist die Aussprache von toutdurch tuh bezeichnet, als wäre es eine lange Silbe; esistaber, nach^Vaill/, einekurzc; also tu." Trapp.
Seite 13?- ju Augur. „Augur ist, aus bekannten Ursa-chen, nicht der Wahrschauer, sondern der Vogelschauer.Augur ab avibus , gerendoque dictus, quia pereum avium gestus edicitur; sive ab avium gar-ritu. Trapp. Wahrschauer ist allerdings zu allgemein.In meinem historischen Bilderbüchlein habe ich Vogel-priester dafür gesagt:
Und