Gala
Gala
2 S
Fust
auch die undeutschen Wörter kkekactie und Gcrbeluvdafür zu gebrauchen.
Fu«cigacteu, das Auspeitschen, der Staupenschlag.
Fustigireir, auspeitschen, abprügeln.
Futil, nichtswürdig, läppisch.
Futilität a eine Nichtswürdigkeit, Lapperei, Armselig-keit. '
Futur (spr. Fütür), der künftige, nämlich Gatte. Sobezeichnen die Franzosen den Bräutigam. Auch wir kön-nen, wenn wir wollen, und wenn der Zusammenhangdie nähere Bestimmung an die Hand gibt, der Künf-tige dafür sagen:
Der Künftige Prinz Turnus hieß.
Historisches Bilderbüchlein.
Futurum, in der Sprachlehre, die künftige Zeit.
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Gabella, in der Rechkssprache, das Abzuggeld. S.Links Neuen Katechismus des Kanzeleistcks.
Gabelte, die ehemahlige Salzsteuer in Frankreich, wel-che beim Umsturz der alten Verfassung dieses Landesverschwunden ist. „
Gage (spr. Gage), I. das Unterpfand oder Pfand, z. B.in gage d’amitie, Frcundschastspfand; L. der Ge-halt, die Besoldung; bei den gemeinen Soldaten dieLöhnung oder der Sold.
Gala oder Galla. Dieses Wort ist zu Karls V. Zeitenwie mehre aus dem Spanischen zu uns gekommen; undRc isk e hat nachgewiesen (S. dessen Abhandl. im ztenThl. der Sammlung von Schriften der Gesellsch. derfreien Künste zu Leipzig), daß es ursprünglich auSdem Arabischen Herstamme, wo Challa ein Feierkleid,auch eine teiberei (teivree, Dienstklcid) bedeutet.Bei uns wird es in doppelter Bedeutung gebraucht,nämlich i. für prächtige Kleidung; wie wenn man sagt!en galla sein; und dafür können wir, außer Feierklcid,Prachtkleid oder Prunkkleid, auch Hochputz sagen.„Wie kommts, daß ich Sie heute im Hochputze sehe?Man erschien in Feier- Pracht - oder Prunkkleidern."Das letzte führt aber, wenn es nicht in Scherz gebrauchtwird, den Nebenbegriff des Tadels oder Spottes mitsich. 2. Für einen Festtag am Hofe, wobei die Gästein Prachtkleidung, en galla, erscheinen. Hier könnenwir Hoffest, und in Scherze oder Spotte Prunktagdafür sagen. .Großgalla könnte man durch Hochfest ge-ben. „Es ist'heute Hochfest bei Hofe."
Galactophagen, Milch-esser.
Galan, der Liebhaber, und mit dem Nebenbegkisse derLiederlichkeit, Buhler; auch Buhle, welches ehemahlsnur in gutem Verstände gebräuchlich war. So L u t h e r i„Der Herr hat Lust an dir, und das Land hat einenlieben Buhlenund in andern Stellen. Dis Worts. Band.
war zwar veraltet, ist aber seit einiger Zeit, und zwarin seiner guten Bedeutung, besonders in Gedichten,mit Recht wieder erneuert worden. Auch das veralteteKebsmann kann zuweilen dafür gebraucht werden. „Ehe.mann oder Kebsmann eines solchen Weibes." W i e l a n d.
Galam. Dieses Beiwort ist von Gala oder Galla ab-geleitet, und bedeutet: i. geputzt oder geschmückt; 2.artig und Hostich, besonders gegen Frauenzimmer; g,schonthucrisch, wofür man im N. D., ohne den häß-lichen Zischlaut, schönthuern sagt. Besser aber, manverwandelt das Bcschasscnheitswort galant, in dieserBedeutung genommen, in die R. a. schön thun. Erthat sehr schön mit ihr, sagt eben so viel, als: erthat sehr galant mit ihr. Auch verliebt paßt hier, wie-wol nicht immer, dafür. Endlich 4. sagt dieses Wort,nur nicht so geradezu, zuweilen eben so viel als unserliederlich; wie wenn man z. B. spricht: man sagt, siesei etwas galant. Ein Galant-lrornnre ist ein feiner,auch ein rechtlicher oder biederer Mann.
Galanterie, 1. Putz, z. B. Galantcric-waaren, Putz-waaren; ein Galantcriehändler, Putzhandler; 2. Ar-tigkeit, besonders gegen das andere Geschlecht, für wel-che Bedeutung Rüdiger den Ausdruck Weiber-ach-tung gebildet hat. Hier wird das Wort auch oft inder bestimmteren Bedeutung eines Geschenks aus Ar-tigkeit genommen, wofür wir das Deutsche Wort An-gebinde haben. 3. Schönthuerei, d. i. Artigkeit, diesich wie Verliebtheit äußert; 4. Liederlichkeit, wiewenn man z. B. von Galanteriesündcn redet, oder vonjemand sagt: er habe sich durch Galanterie Krankhei-ten zugezogen. Für diese Bedeutung hat Bürger dasWort Lösselei gebraucht:
Und meiner jungen BrustEntstahlen zwei hochwohlgeborne Triebe,
Die Löffelei und Ehrsucht, bald die Liebe.Ebenderselbe hat auch das Zeitwort löffeln (wo Ad.mit Unrecht, wie ich glaube, laffcln oder gar leffclngesagt wissen will) in diesem Sinne:
Sie löffeln wol und wandernVon einer zu der andern.
Dieses löffeln kommt nämlich weder von Lasse, noch(wie Ad. meint) von Liebe, sondern von Löffel her,und heißt eigentlich den Löffel gebrauchen oder essen,uneigentlich genießen, und zwar mit dem Nebcnbcgrif-fe der Nascherei, besonders in Bezug auf Liebe. MeineGründe sind: 1. weil wir, wenigstens in 3 k. D., we-der laffcln, noch leffcln, sondern löffeln, in der Aus-sprache hören lassen; und 2. weil das Wort in der an-gegebenen eigentlichen Bedeutung, noch ganz gebräuch-lich ist. Man sagt nämlich, wenigstens in meiner Ge-gend; es ward tüchtig gelöffelt und gegabelt, d.i. wa-cker geschmauset. So ist auch in La Veaux Franz.Wörlerb. die R. a. avciir te nez toume a la fnan-dise durch, so aussehen als wenn man gern löffelte( über-