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2 (1808) F - Z
Entstehung
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277
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Vade

Vamb

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Utop

auf Nutzen, den eine Sache haben kann. Die Sacheist nützlich, heißt nämlich, ste hat Nutzen; sie ist nutz-vbar, d.i. sie kann benutzt werden. Als Spaldingsein treffliches Buch über die Nutzbarkeit des Predigt-amts schrieb, hörte ich diesen Täcl tadeln und behaup-ten, daß statt Nutzbarkeit, Nutzen oder Nützlichkeithätte muffen gesetzt werden. Allein dieser Tadel war we-nig gegründet. Spaldi ng wollte nicht darthu.., daßdas Predigtamt unbedingt nützlich sey, sondern wie esnützlich gemacht werden könne. Deswegen mußte alsoauch der Titel gerade so abgefaßt werden, wie er ihnabgefaßt hat.

Utopien, das Schlaraffenland.

Ut supra, wie oben.

V,

V"a (spr. wah)! es gilt! ein Ausdruck der Spieler. Vabanque! es gilt die Bank!

Vaeaut, erlediget, offen, unbesetzt.

Vacanz, 1. die Erledigung einer Stelle, und die erle-digte Stelle selbst; 2. die Ruhezeit oder die sogenann-ten Ferien bei Gerichten und andern öffentlichen Stel-len und Anstalten.

Vaeat, wird in Verzeichnissen gebraucht, anzudeuten, daßdas hier Einzutragende fehle, oder sich nicht finde. Mankönnte eben so gut fehlt, oder leer dafür setzen.

Vacilliren, wanken, schwanken.

Vacciniren, Kuhpocken einimpfen.

Vaciren, erlediget oder leer sein, offenstehen. Vaci-rend, dienstlos.

Vacuiren oder evacuiren, ausleeren, ausräumen.

Vacuum, der leere Räum; wofür man auch mit EinemWorte die Raumleere oder auch die Leere schlechtweg sa-gen kann. Für Vaeuität, d. i. für die Eigenschaft desLeerseins haben die Neuern Leerheit gebildet.Denngerade von diesen Leuten hört man die bittersten Kla-gen über die Leerheit der Dichter." G öthc.Für dieLeerheit des dritten Bandes hält der. vierte schadlos."Jen. Lit. Zeitung. Ad. verwirft dieses Wort, und zwaraus dem Grunde: weil wir schon Leere hätten. Alleinman sieht, daß Leere und Leerheit nicht einerlei be-deuten.

Vade mecum, wörtlich, geh mit mir. Man bezeichnetaber damit ein Taschenbuch mit lustigen Geschichtchcnund Schwänken. Wenn man für Vademecum eineeben so spaßhafte Deutsche Benennung, als jene Latei-nische selbst ist, und zwar nach ebendemselben Leistenbilden wolste: so könnte man ein Geh-mit-mir, oder,ein Nimm-mich-mit, oder auch ein Steck-mich-ein,dafür sagen. Für den ernsthafteren Gebrauch würde ichSchwankbuch vorschlagen.

Vaga

Vagabond oder Vagabund, ein Landstreicher, Landfah-rer, Herumstreicher. Als Beiwort herumstreichend,umherschweifend. Für vagabonder Bettler, hat P e-tcrsen Streifbettlcr gebildet. In Haltaus Sprach-schatze (Glossario) finden sich die Wörter Landstörzer(Landdurchstöhrer) und Kegeler (der sich hcrumkegelt)f. Vagabond.

Vagabondiren, herumziehen, Herumschweifen, herum-streichen, herumstreifen. Ein vagabondirender Bett-ler, wie G entz sich ausdruckt, ist ein herumstreifender,oder ein Streifbettler.

Vagiren, hcrumschweifen, umherstreichen oder umhcr-schwarmen.

Vague (spr. wage), unbestimmt.

Valable (spr. walabl), gültig.

Vale! Lebewohl!

Valediciren, Abschied nehmen.

Valet, der Abschied. Valetschmaus, der Abschicds-schmaus.

Valeten, in der gemeinen Volkssprache, Abschied neh-men, sich empfehlen. Die gemeinen Leute sprechen esfföten aus; daher die R. a. flöten gehen für sich em-pfehlen, dann auch für davon gehen. S. Llrisiren.

Valett, Franz. Valet, der Bube oder Bauer im Kar-tenspiele.

Valetudinarius. Ad. hat das Wort Krankling, wofürandere auch Siechling gesagt haben. Man könnte auchKränkler dafür sagen.

Valeur* S. Valor.

Validiren, heißt in Wechselgeschäften so viel als: fürgute Zahlung gelten, oder gültig sein.

Valor, Franz. Valeur, der Werth oder Gehalt einerMünze. In Wcchselbriefen ist das Wort Valuta dafürüblich. S. dieses.

Valuta, der Werth, der Betrag eines Wechfelbriefes.Valuta baar erhalten, heißt in Wcchselbriefen: denBetrag der obigen Summe habe ich baar erhalten. Ichfinde seit einiger Zeit in Wechsclbriefcn auch die min-der paffende Verdeutschung dafür: Die Würde baarerhalten.

Valvation, die Schätzung oder Würdigung einer Mün-ze. Man hat auch das Zmitrerwort Wardirung, demaber jene echtdeutschcn vorzuziehen sind.

Valviren, beim Münzwesen, 'chatzen, würdigen. Wür-dern, welches Hepnatz dafür anführt, ist so veral-tet, daß nur wenige Deutsche es noch verstehen; undes klingt zugleich so unangenehm, daß es nicht erneuertzu werden verdient.

Vambyr, ein Blutsauger; eine Art Fledermäuse in demmittlern Amerika, von der Größe eines Eichhorns, wel-che schlafenden Personen, wie man sagt, das Blut aus-saugen, indeß sie ihnen mit ihren Flügeln Kühlung zu-wehen; ein Bild der Schmeichler.

Int 3 Vanille