Outr
Paci
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Pala
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bannten, die ihnen zu mächtig zu werden schienen. DieBenennung dieses Gerichts rührte von dem Umständeher, daß die Stimmenden den Namen desjenigen, densie verbannt wissen wollten, auf eine Scherbe (Auster-schale) schrieben, und diese in eine dazu bestimmte Urnewarfen.
Outragiren (spr. utragiren), beleidigen, vor den Kopfstoßen.
Omriren (spr.utriren), übertreiben, überspannen, z. B.seine Federungen.
Ouvertüre (spr. Uwertühr'), 1. die Deffnung; 2. dieEröffnung, oder Mittheilung; 3. in der Tonkunst einLonstück, womit angefangen wird; also ein Eröffnungs-stück, welches feierlich langsam zu beginnen, dann ineine sogenannte Fuge überzugehen und mit einem ge-fälligen oder muntern Satze zu schließen pflegt. Ein-gang, welches Rüdiger dafür gebraucht hat, schienmir theils zu allgemein zu sein, theils auch den Um-stand wider sich zu haben, daß wir dabei an den An-fang einer Predigt zu denken gewohnt sind. Heynatz,welcher diesem Urtheile (im Antibarb.) bcitritt, wünscht,daß man Eröffirung dafür einführen möge. Dis scheintaber auch zu unbestimmt zusein. Einleitungsspiel, wel-ches Esche 11 bürg vorschlägt, hat diesen Fehler nicht,und verdient also vorgezogen zu werden. Indeß scheintmir Eröffnungsstück doch auch nicht verwerflich zu sein.
Oval, 1. als Sachwert, die Eirunde; 2. als Beiworteirund, eiförmig oder länglichrund, welches man auchin langrund zusammenziehen könnte:
Frei und heiter zeigt sich des Kopfes zierliches
Eirund.
Göthe.
Statt langrund hat L 0 g au auch ablangsrund, ich weißnicht mit welchem Rechte, gebraucht:
Ist der Erdkreis, wie man meint, ablangsrund
als wie ein Ei.
Oxymel , eine Vermischung aus Essig und über Kohlen,feuer gereinigtem Honige, also Honig-essig. Allein die-se Zusammensetzung ist, der glcichtönigen Endung bei-der Wörter wegen, übelklingend. Honigsauer oder Ho«nigsaure würde besser klingen. Noch besser aber paßtEffigmeth, welches Catc l dafür hat. Oxymel squil-liticum ist Meerzwiebel-cssigmeth, d. i. Essigmeth mitMeerzwicbelsaft vermischt.
Oxysaccharum, Essigzucker, d. i. ein Gemisch von Zu-cker und Essig, zu Siropp gekocht.
?.
Pacificateür (spr. Paßisikatohr), der Friedensstifter.
Pacitication, die Fricdcnsstiftung, die Ausgleichung.Befriedigung, welches Catcl dafür hat, dürste nichtverständlich sein.
2. Land. ,
Pacificiren , den Frieden herzustellen suchen, aussöhnen,das Aussöhnungsgefchäft übernehmen, ausgleichen.
Paciscenten, die sich vergleichenden, oder die frirdma-chenden Theile.
Parisciren, sich vergleichen, Friede machen. Die pa-ciscirenden Theile, die friedemachcnden.
Pack.ec. S. Paquet.
Pactum, ein Vertrag. In der DcutschlateinischcnRechtS-fprachc kommt das fremde Wort mit folgenden Bestim-mungen vor: Pactum adjectum , der Nebcnverlrag;
•— confraternitatis, die Erbverbrüderung; dotale,der Ehevertrag; -— familiae, der Hausvertrag; —-palliatum oder simulatum, der Scheinvertrag; ■—-successorium ober haereditarium, der Erbvertrag.
Päan, 1. ein Name des Apollo, 2. ein Loblied, insbe-sondere auf den Apoll, 3. ein Siegeslied. Ramlershohe secularische Päanesind hohe Jubelliedcr.
Pädagog, der Erzieher. Das Beiwort pädagogischkann man durch Zusammensetzungen mit Erziehung er-setzen, z. B. Erziehungsschriften, Erziehungsbüchcr,Erziehungsvorschriften, für pädagogische.
Pädagogic, die Erziehnngslchre, Erziehungskunde.
Pädagogium, eine Erziehungsanstalt.
Päderast, ein Knabenschandcr.
Päderastie, die Knabenschanderei.
Päon, in der Verskunst, ein Versfuß, der aus drei kur-zen und einer langen Silbe besteht. Stenzel hat ihn,im Moritzischen Wörtcrbuche, den Tänzer genannt.
Pagament, Bruchsilber.
Paganismus, das Heidenthum.
Page (spr. Page), ein Edelknabe. Luther hat Dan. 1,Z. Herrenkind dafür; allein nur jenes ist gebräuchlich;auch besser als dieses.
Pagina, die Seite oder Blattseite, die Seitenzahl.
Paginiren, mit Seitenzahlen bezeichnen. Heynatz hatbeseitcn dafür angesetzt, welches aber theils den Begriff,mit Seitenzahlen versehen, nicht ausdruckt, theils leichtmit besaiten, verwechselt werden könnte. Eher, sollteich glauben, könnte man sagen: ein Werk oder eineSchrift beziffern.
Pagode, 1. ein Indischer Götzentempel; 2. ein IndischesGötzenbild; 3. eine Indische Goldmünze, ungefähr 2Thlr. 4—8 Ggr. unsers Geldes an Werth.
Paille (spr. pallj'), strohgelb, strohfarben oder strohfar-big. Im Französischen ist dieses Wort freilich ein Sach-wort, welches Stroh bedeutet; aber so verstanden kommtes im Deutschen nicht vor.
Paladin, kommt zwar oft für Ritter schlechtweg vor; weilaber ursprünglich diejenigen Ritter, welche Karls desGroßen Kriegsgefolgc ausmachten, mit diesem Namenbelegt wurden, vielleicht auch weil man den Nebenbe-griff eines artigen (galanten) Ritters damit zu verbin-den pflegt: so hat Ki nd e r li n g geglaubt, das WortS durch .