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2 (1808) F - Z
Entstehung
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Numi

Obed

Obei

Obje

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Numismatic, dir- Münzwissenschaft, Münzkunde.

Numismntiker, ein Münzenkenner oder Münzkenncr.

Numismudseb, nrünzwissenschaftlich, z. B. eine sol-che Untersuchung; münzkundig, z. B. ein solcher Gc-lc[)rtcr.

Nuncius ober Nuntius, der Bote. Man versteht aberdarunter, entweder einen päpstlichen Gesandten, oderauch einen Kircheubotcn.

Nutriment, die Nahrung.

jShitriren, ernähren.

Nutridon, die Ernährung. Wenn man bei der Be-schreibung der innernThcile des thierischen Körpers undihrer Wirksamkeit von dem Nutritiousgeschafte redet(wie z. B. in Lichtenbergs nachgelassenen Schriftengeschieht): so könnte man füglich das Ernahrungs-oderNährgeschäfi dafür sagen.

Nutridv, nährend; z. B. die nährende Kraft, mit Ei-nem Worte, die Nahrkraft. Man sagt, daß die Kar-toffeln, in Vergleichung mit andern Speisen, wenigNährkrast enthalten sollen.

Nyctalope, tagblind, unfähig bei Tage zu sehen.

Nyetalopie, die Tagblindheit oder Unfähigkeit bei Tagezu sehen.

Nymphe. Da bei diesem Worte ein geistiges und zu-gleich weibliches Wesen gedacht werden soll: so könnteman es durch Geistmädchen verdeutschen, wofern mannicht lieber dem fremden Worte selbst das Deutsche Bür-gerrecht zuerkennen will; welches unbedenklich zu seinscheint, da es unsere Spracssähnlichkeit nicht beleidiget,und von einem unserer ersten Dichter auch schon zweiAbleitungen, nymphenhaft und Nymphenhaftigkeit,davon gemacht worden sind:

Ein Mädchen, leicht verhüllt in rosenfarbnen Tafft,Trat aus dem Zelt hervor, so schön, so nymphen-

hüj t,

>? So schlank von Wuchs u. s. w.

Kaum reichten die Schürzen den meisten bis an die

Waden;

Doch desto völliger war die Nymphenhaftigkeit.

W i c l a n d.

In diesem letzten Falle müßte man es denn aber auchals ein Deutsches Wort Nimse oder Nimpfe, und nichtNymphe, schreiben. Für die uncigentliche Bedeutung,in der es int gemeinen Leben genommen zu werden pflegt,Haben wir die bestimmteren Ausdrücke Lustdirne oderBuHldirne, und Vettel, oder in unlchuldiger Bedeu-tung, Mädchen.

0 .

Obduration, die Verhärtung

übduriren, verhärten.

Obedienx, der Gehorsam.

Obelisk, ist von Go ttsch ed dukch Prachtkegel, vonandern durch Prachtsäule verdeutscht worden. Beidepassen schon deswegen nicht, weil der ursprüngliche undeigentliche Zweck der Obelisken nicht Pracht war. Opitzhat Spitzstein dafür, welches aber eher einen jeden spi-tzigen Stein, als einen Obelisken bezeichnet. Dadie Bilderschrift, womit die Seiten der Obelisken be-schrieben waren, etwas zu denken oder zu bedenken ge-ben sollte: so würde die schicklichstcDeukscheBcneniiungderselben vielleicht Dcukspitzsäule sein, wenn diese Zu-sammensetzung nur nicht so hart und steif wäre. Wiewenn man entweder die Bestimmung spitz in der Benen-nung wegließe und Denksäule schlechtweg, oder nochbesser, Denkkcgel sagte?

Object, der Gegenstand. Dis freilich nicht sehr gutgebildete, uns aber jetzt unentbehrliche Wort, scheintvon der Fruchtbringenden Gesellschaft herzurühren, wieaus dem Umstände zu schließen ist, daß es, meines Wis-sens, in Schriften, die älter als jene Gesellschaft sind,nirgends vorkommt, und in Sticlers Sprachschatzezuerst erscheint. Vorwurf, welches man sonst auch fürObject zu gebrauchen pflegte, ist seil einiger Zeit mitRecht wieder abgekommen. Zuweilen läßt sich Objectauch durch Zweck oder Ziel verdeutschen; wie wennman z. B. sagt: ich habe mir zum Object gemachtu. s. w. Wenn Lichtenbcrg in den nachgelassenenSchriften sagt:Das Thier ist für sich immer Sub-ject, der Mensch ist sich auch D>bject," so hätte er ebendiesen Gedanken aus eine für allcDeuksche verständliche-re Weise etwa so ausdrucken können: Die Vorstellun-gen des Thiers gehen immer aus ihm hinaus, die desMenschen hingegen auch oft in ihn hinein; oder mit an-dern Worten: Das Thier schaut oder sieht immer nuraus sich hinaus, der Mensch hingegen oft auch in sichhinein. S. übrigens auch Subject.

Objection, die Einwendung oder der Einwand; derEinwurf. Einwendung sollte eigentlich die Handlungdes Einwcndens, Einwand und Einwurf, daS Einge-wandte bezeichnen.

Objectiven, hört man zuweilen statt objiciren, da, woman einwenden, einwerfen, Einwendungeit oder Ein»würfe machen, sagen sollte.

Objectiv oder objectiviseh, gegenständlich. Diese vonmir, so viel ich weiß, zuerst versuchte Ableitung vonGegenstand, ist von verschiedenen guten Schriftstellern^z. B. von C. Cramer angenommen worden:Infurchtloser Darlegung gegenständlicher (objectiver) oderpersönlicher (subjectiver) Wahrheit." Durch Hülsedieses Ausdrucks hatte auch Lichtenberg in folgen»der Stelle seiner nachgelassenen Schriften sich Deutschausdrucken können:Es sind Gedankenspiele, denen(welchen) nicht etwas objectives (etwas Gegenständli-ches) zu correspondiren (zu antworten) braucht." Oftkann man subjectiv und objectiv auch durch in unZO 3 nnd