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2 (1808) F - Z
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Trie

Trit

Tria

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heit zu geben suchen. Sie erschien, sagt man, en tri-cor (soll heißen en habit au tricot), d. i. in gestrick-ter Kleidung.

Triennium , eine Zeit von drei Jahren. Die Aehnlichkciterlaubte Dreijahr dafür zu sagen.

Trifolium, Dreiblatt.

Trigonometrie, die Drci-eckslehre. Burja. Trigo-nometria sphärica überseht dieser Schriftsteller un-glücklich durch kugelichte Drei-eckslehre. Die Lehre kannnicht kngelicht sein. Man müßte Kugcldrei-eckslehre sa-gen. Dieses ist auch schon wirklich gesagt worden. Sieh.I. G. PrändclS Kugeldrei-eckslehre und höhere Ma-thematik. München 1794. I. G. Schulz nennt dieTrigonometrie Drei-eckmeßkuust (Dreiccksmeßkunst);freilich bestimmter als Dreieckslehre; aber auch hartund unbchülflich. S. dessen Anweisung zur Drei-eckmeß-kunst. Berlin 1794.

Trinitür, die Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit.

Trinitarier, Dreifaltigkeitsbekenner,

Trio, ein dreistimmiges Ton stück, also etwan ein Drei-spiel.

Triole, besteht aus drei verbundenen Noten, welche dieGeltung und den Zeitraum von zwei haben; wo z. B.drei Achtel nur ein Viertel machen. Eschenbuxg.

Triolet, in der Dichtkunst, eine von jenen spielendenDichtarten, welche wir den Franzosen nachgeahmt ha-ben. Es ist, wie Eschcnburg in der Bcispielsamm-lung bemerkt, eine kürzere Art von Rondeau. DasEigenthümliche desselben ist: 1. daß es aus acht Zeile7.besteht; 2, daß von diesen die beiden ersten einen völli-gen Sinn haben müssen; und 3. daß nach der drittenZeile die erste, und nach der sechsten die beiden erstenwiederholt werden. Folglich wird der erste Vers drei-mahl gehört; daher die Benennung! Auf Deutsch könn-te man es entweder das kleinere Ringelgedicht (S.Rondeau), oder auch Dreiklangsgedicht nennen.

Tripel-alliance. Heynah hat Dreibund und Drei-bündniß dafür versucht. Mir scheint Drciverein denVorzug zu verdienen. "

Tripeitact, ungerader, drci-gliedriger Takt (Tonmaß.)Eschcnburg.

Triplic, die dritte Klageschrift des Klägers, welche derzweiten Vcrantwortungsschrift des Beklagten (der Du-plic) entgegengeseht wird. S. Duplic.

Tripliciren, in der Rechtssprache, die dritte Anklage-schrift eingeben. S. Triplic.

Triplii'en, verdreifachen.

Triplum, das Dreifache. In triplo, in dreifacher Ab-schrift.

Tripotage (spr. Tripotage), 1. ein Gemisch von Spei-sen, ein Mischtopf; 2. ein Gemisch oder Mischmaschüberhaupt.

Tritonus, in der Tonkunst, der Dreiklang, d. i. jeder

aus drei verschiedenen Intervallen bestehende Accord,besonders aber der, welcher aus der Terz, Quinte undQctave besteht, und der harmonische (übereinstimmen-de) Dreiklang heißt.

Triumph, derSiegeszng, die Siegesfeier, dasSiegs-gcprange. Nur dis letzte hat A d. aufgenommen; warumnicht auch die beiden ersten? Es wird aber auch fürSieg schlechtweg gebraucht.

Triumphiren, 1. die Siegesfeier begehen, den Sie-geszug halten, siegprangen.Siegprangend zog er ein."2. Siegen, z. B. Endlich siegt die gute Sache, tan-dem bona caussa triumphat. Daher Triumphsbtr«-gen, der Siegesbogen. Triumphslieder, Eicgeslie-der. Ueber etwas triumphiren, Heißt oft nur so vielals frohlocken. Voß hat diesem Zwitterwortc dieDeutsche Form, triumfen, gegeben.

Aber gerne bin ich zünftigIn der edlen Zunft,

Wo man vor dem Trunk vernünftigAnstößt und triumft.

Triumvirat, die Dreiherrschaft, d. i. eine Staatsver-waltung, bei der die höchste Gewalt unter drei Herrschervertheilt ist.

Triumviri, die Dreiherrscher oder Dreiherrn. Anderehaben Dreimanner dafür gesagt; allein Vir in Trium-vir bedeutet nicht Mann, sondern Herr.

Trivial, gemein, niedrig, abgedroschen. Trivi'alscluckeist eine Bürger- oder Volksschule, worin nur die nö-thigsten und nützlichsten, aber keine gelehrte Kenntnisseerlangt werden. Das Wort Klippschule hat etwas ver-ächtliches, welches dem gemeinnützigen Gegenstände,wenn er sonst rechter Art ist, keinesweges zukommt.G er st n er sagt:Trioialschulc ist sehr gut durch Bür-ger- oder Volksschule gegeben. Alle andere Benennun-gen sind überflüssig. Aber es gibt auch Lateinische Tri-vialschulen, welche doch keine eigentliche Volks- oderBürgerschulen sind. Diese sind nur ein Theil der soge-nannten Trivialschulen; und dicTrivialschulen überhauptsind den hohen Schulen (Hochichulen, Universitäten,Gymnasien, Lyceen u.dergl.) entgegengesetzt; also wür-de man ihren Namen wol am besten durch niedere Schu-len übersetzen." Das geschieht auch; allein niedrig er-niedriget, unter nicht. Deswegen habe ich für diesenFall Unterschule vorgeschlagen.

Trivialität, das Gemeine, Niedrige, Platte oder diePlattheit.Unter einer Verflechtung von Wörtern, un-ter welchen man eine neue tiefe Wahrheit, mit Scharf-sinn und Feinheit angelegt glaubte, welche zu fassen manalle seine Seclenkräfte angespannt hatte, lag am Endebare Trivialität versteckt." Mackensen.lag amEnde etwas ganz gemeines, etwas sehr plattes, einebare Plattheit versteckt.

Tri-