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2 (1808) F - Z
Entstehung
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Triv

Trot

Trot

Tarn

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Triviuttt, ein Platz, von welchem drei Wege nach ver-schiedenen Richtungen ablaufen. Wicland hat Drei-weg dafür gesagt.

Troe. S. Troque.

Trochäus, ein Versfuß, der aus einer langen und ei-ner kurzen Silbe besieht. I. Löwe hat der Faller da-für verftlcht. S t c n z e l nennt ihn, im Moritzifchen Wör-terbuche, den Walzer. ,

Troglodyten, Höhlenkriecher, d. i. Leute, welche inHöhlen wohnen; also Höhlenbewohner.

Tropen, in der Sprachlehre und Redekunsi, Wörter,welche von ihrem eigentlichen Gegenstände auf uneigent-liche übergetragen sind. Sulz er schlug Ableitungendafür vor; allein dabei würde man eher an Deriva-tion und Etymologie denken. Man könnte sie viel-leicht, nach der Achnlichkeit mit Wendekreis (Circulustropicus) durch Wendeworte verdeutschen. Dieser Aus-druck scheint nämlich ein Work bezeichnen zu können, beiwelchem die eigentliche Bedeutung desselben sich von ih-rem natürlichen Gegenstände auf einen andern abwen-det, oder nach diesem hingewendet, auf ihn angewandtwird. Tropus in allgemeinen könnte man dann durchSinnwende (wie Sonnenwende) geben. Ehemahls hat-te ich Sinnwandlung dafür vorgeschlagen, wofür Hey-natz lieber Sinnwandel sagen wollte.

Trophäe oder Tropäe, Siegeszeichen, Siegesdenk-mahl. In den ältesten Zeiten bestand das Tropäuruaus einem abgestumpften, mit den erbeuteten Waffenbchangenen Baume. In der Baukunst und Mahlereiversteht man Zierrathen darunter, welche ursprünglichaus mahlerisch verbundenen Waffen und Rüstungen be-standen; dann aber auch von andern menschlichen Be-rufs-arten, z. B. vom Ackerbau und Landleben, herge-nommen wurden. Einen passendern Deutschen Kunstna-mcn für diese Zierrathen, als jene cigcnkliche Benen-nung Siegeszeichen habe ich zwar gesucht, abernicht gefunden. Indeß scheint diese Benennung, und*gentlich genommen, doch nicht ganz unpäßlich zu sein.Denn bestehen sie z. B. aus Werkzeugen der Landwirth-schaft, der Jägerei oder dcrgl., so sind sie als Denk-mähler überwundener Schwierigkeiten und glücklichvollendeter Arbeiten zu betrachten.

Tropici (circuli), in der Sternkunde und Erdbeschrei-bung, die Wendekreise oder Sonnenwendekreise. Siesind der Wendekreis des Krebses (Circulus tropicuscancri), und der Wen-dekreis des Steinbocks (Cir-culus tropicus Capricorni)*

Tropologie , die Lehre von den Ilebertrage- oder Wen-dewörtern. S. Tropen.

Troque (fps. Trvck), der Tausch.

Troquireu (spr. lrockiren), lauschen, wofür man im ge-meinen Leben auch stutzen sagt.

Trott, der Trab.

Trottircu, traben.

Troubadours (spr. Trubaduhrs), eine Art Dichter odersogenannte Meistersänger, welche einst im südlichen Frank-reich aufstanden. Das Wort ist von trouver, findenoder erfinden, abgeleitet.

Troubleu (spr. Trubeln), die Unruhen, unruhige Bewe-gungen. Die Meßtrubeln, das Meßgewirre.

Troubliren (spr. trubliren), beunruhigen.

Troupe (spr. Trupp'), 1. die Gesellschaft, z. B. eineSchauspielergesellschaft; 2. ein Haufe oder Haufen;Z. in der Mehrzahl, Truppen, Kriegesvölker.

Trumeaux (spr. Trümoh), 1. die Wand zwischen zweiFenstern, die Fensterwand; 2. ein großer Spiegel, dereine solche Wand deckt, ein Fensterwandspiegel oderFensterspiegel.

Tubus, ein Sehrohr, Fernrohr. S. Telescop. Fern-glas scheint mehr für Lorgnette zu paffen. S. dieses

Tumult, der Lärm, das Getümmel, der Auflauf. Wär^die undcutsche Betonung nicht, so könnte dieses Wort,da es sonst unsere Sprach-ähnlichkeit nicht beleidiget undallgemein gebräuchlich ist, für eingebürgert gelten.

Tumultuant, ein Larmmacher, Aufrührer.

Tumnltuarisch, lärmend, stürmisch.

Tumultniren, lärmen, stürmen, aufrührerische Bewe-gungen machen.

Turban, der türkische Bund.

Turbation, die Stählung, Beunruhigung.

Turbator, der Aufwiegler.

Turbiren, stören, beunruhigen.

Turbulent, unruhig, ungestüm, stürmisch.

Tnrlupin (spr. Türlüpäng), ein Possenreißer.

Tnrlupinade (spr. Türlüpinade) , die Possenreißerei.

Tnrlupiniren, zum Besten haben, foppen; niedrig ,scheren.

Turnier, das Lanzenspiel. K i n d e r l i n g. Der Ritter-kamps. Hepnatz. Sonst auch das Lanzenstechen.

Turniermäßlss , von anerkanntem guten Adel, der aneinem Lanzenstechen Antheil nehmen darf. Jetzt heißtes: von stiftsmaßigem Adel sein.

Turniren, ein Lanzenstechen oder einen Ritterkampf hal-ten. Man könnte auch Lanzen s ielen, wie Kartenspie-len, sagen. In der Volkssprache.heißt turniren toben,schelten, lärmen.

Turnus, die Drdnung oder Reihe, in welcher mehrePersonen ein gewisses Geschäft eine nach der andernverrichten, oder ein gewisses Vorrecht ausüben; derReihengang oder die Reihen-ordnung. In einem ge-wissen Zusammenhange kann auch Reigentanz dafür ge-setzt werden, wie in dem historischen Bilderbüchleingeschehen ist:

Und in der Staaten ReigentanzSprang Medien jetzt allen vor.

Tur-