Tran
Trav
Trei
J- HC
chcs sie den Winkelsaffer nennen. Dieser Ausdruck wür-de mir auch für Transporteur zu passen scheinen, weilman mit demselben den Winkel nach seinen Graden faßt,um ihn so .aus ein anderes Blatt überzutragen. Mankönnte auch Gradboden dafür sagen.
Trv.» c portiren, 1. fortschaffen oder fortbringen; 2. über-tragen, z. B. eine abgeschlossene Summe auf eine neueRechnung.
Transportirung , die Fortschaffung, daS Fortschaffen;die Ucbertragung, das Uebertragen.
Transportschiffe, sind solche, welche gebraucht werden,Kriegesvolk, Pferde, Kriegsgerärhc u. s. w. nach einembestimmten Hafen zu überbringe». Wenn die Ladungaus Menschen und Thieren besteht, so kann man Ueber-fahrtsschiffe dafür sagen; besteht, sie aber aus Sachen,so haben wir Frachtschiffe dafür.
Transposition, die Versetzung, das Versichert. InderTonkunst, die Versetzung eines ganzen Tonstücks mit al-len Stimmen um einen , zwei, drei oder mehr Töne hö-her oder tiefer.
Transscendent. S. Transcendent.
Transsubstantiation, die Wescuverwandlung.
Transversal, qucer, überzwerch..
Transverse, die Queerlinie, der Queerbalken , derQuccrgaug.
Trapezium, in der Größenlehre, eine vierlinigc Figur,dessen entgegengesetzte Seiten nicht gleich und nichtgleich-laufend sind. Der Name bedeutet Tischlein.
Trassant, der Bezieher, d. i. derjenige, der durch einenWechsel' auf den andern zieht. Da für trassiren (S.dieses) auch entnehmen gebräuchlich ist, so könnte manfür Trassant auch der Entnehmer sagen.
Trassat, der Bezogene, d. ii derjenige, auf welchen einWechsel ausgestellt, oder auf welchen gezogen wird. S.Trassireti.
Trassiren, einen Wechsel ausstellen, wofür man auchziehen und beziehen, nämlich Geld auf jemandes Na-men, durch Wechsel, sagt. Die Kaufleute gebrauchenauch das Deutsche Wort entnehmen dafür. Ich habe1000 Thlr. auf Sie entnommen, heißt also so viel,als: .ich habe einen Wechsel von rooo Thlr. auf Sieausgestellt, oder ich habe diese Summe aufSie gezogen.
Tratte, die gezogene Summe, das Gezogene, der Wech-sel, bestimmter, der Beziehungswechsel.
Traversen, Querstriche, unvcrmuthete Hindernisse.
Traversiere (spr. Lrawersiäre), die Queerslöte.
Traversiren, das künstliche Springen zugerittener Pfer-de mit seitwärts gebogenem Körper; das Queerspringen.
Travestiren , in den schönen Wissenschaften, einem ernst-haften, erhabenen Gedichte einen kleinenckächerlichcn Ge-genstand unterschieben, und diesen eben so behandeln,wie der Dichter seinen großen Gegenstand behandelt hat;oder auch den nämlichen großen Gegenstand so behan-
deln, daß'er klein und lächerlich wird. Das frenlde Wortheißt verkleiden oder umkleiden. Die verkleidete oderumgekleidete Aeneide.
Treillage , in der Gartenkunst, das Gitterwcrk, oder dasGegitter. Gitter antwortet dem Franz. Treille. Un-sere Sprache hat keine Zeichen, die Töne jenes fremdenWortes bestimmt anzugeben.
Tremulant, der Beber oder Bebezug, ein Zug an derLrgel, wodurch ein bebender Ton hervorgebracht-wird.
Tremulation, die Bebung, die Bewegung der Theileeines Körpers ohne merkliche Bewegung des Ganzen.„Die Bedungen einer durch den Schall in Bewegunggesetzten Lust." Kant.
Tremuliren, beben.
Trepan. „Man könnte ihn im Deutschen Schadelbohreroder Kopfbohrer nennen. Das von einigen versuchteHirnbohrer ist niedrig/' Ad. Nicht sowvl niedrig, alsunpassend, weil nicht das Hirn, sondern nur der Schä-del durchgebohrt wird.
Trepaniren, den Schädel bohren. Man hat zum Schä-dclbohrcn schreiten müssen.
Tresen, nennen die Kaufleute den zum Auslegen undVorzeigen der Waaren dienenden Tisch in ihren Lädenoder Gewölben, unter welchem auch die Kasse für dietägliche Einnahme befindlich zu sein pflegt. Ri ch ey ver-muthet, daß das Wort von Tresor, der Schah, ab-geleitet sei. Wir können füglich Ladentisch dafür sagen.
Tresor, der Schah oder die Schahkammer.
Tresorier (spr. Tresorieh), der Schahmeister.
Tresse, die Borte. Gold - oder Silberborten.
Triangel, das Dreieck.
Trtangulair, dreiwinkelig.
Tribulation , das Aengstigen, Qualen, die Quälerei.
Tribuliren, drillen, ängstigen, quälen.
Tribun, Lat. Tribunus, ein Volksvertreter, Dolkswort-halter im alten Rom.
Tribunal, der Richterstuhl, Gerichtshof.
Tribut, die Abgabe oder Steuer; der Schoß.
Tributair (spr. tribükär), steuerbar, zinsbar. Eins vondiesen Deutschen Wörtern hätte Genz in folgenderStelle füglich an die Stelle jenes fremden setzen kön-nen: „So wie jetzt der Krieg geführt wird, ist ganzEuropa, und mit ihm find auch fremde Wcltkheile tri-butair." In Schulzens Reise eines Lieflandcrs vonRiga nach Warschau wird gar tributbar für steuerbargesagt; wozu?
Tricot (spr. Trikoh), eigentlich der Strickstock oder dieStricknadel; daher au tricot, gestrickt. Im Deutschenhört man es nur als Benennung jener leichtfertigen Mo-detracht, die in gestrickten, den Glicdmaßen knapp an-liegenden, fleischfarbenen Kleidungsstücken besteht, wo-durch unsere ehrsamen Damen sich den Schein der Nackt-heit