Fota
Tour
Trad
m, Räuber, belegt, weit man den König öeschnldig-U, daß er den damahls in Irland entstandenen Aufruhr,Und die Räuberbanden, welche denselben unterhielten,begünstigte und unterstützte. Die Parlcmentspartei wur-de dagegen von den Anhängern des Königs mit demSchottlandischen Worte Whigs, die kleinen Hüte, be-zeichnet , womit man auf die sogenannte PuritanischeGlaubenszunst in Schottland deutete, die schon gegenJakob den ersten die Waffen ergriffen hatte, und sichdurch kleine Hüte auszeichnete. Man wollte ihnen da-durch vorwerfen, daß sie nicht , bloß von der Lehre desKönigthums, sondern auch von der Lehre der EnglischenKirche abwichen, folglich doppelte Ketzer waren. BeideParteien haben sich zwar gewissermaßen bis jetzt erhal-ten, jedoch mit gemäßigter Parteiwulh. Man verstehtunter Torys in allgemeinen noch jetzt Königlich undKöniglichgesinnte d. i. Leute, welche die Macht der Re-gierung und das Ansehen der Bischöflichen Kirche auf alleWeise zu erhalten, zu befestigen und auszudehnen suchen;unter Whigs das Gegentheil, d. i. Leute, welche nichtan das Alleinseligmachende der herrschenden Kirche glau-ben, und welche die verfassungsmäßigen Schranken derköniglichen Macht aufrecht zu erhalten suchen.
Total oder totaliter, von den unlateinischcn Sprachmen-gern gewöhnlich totaliter ausgesprochen, gänzlich, völ-lig, ganz und gar; z. B. eine gänzliche Niederlage;aufs Haupt (totaliter) geschlagen werden. Man sagtaber auch das Total, und alsdann heißt es das Gan-ze, die Gesamtheit, das Gesamte. Die Totalsum-me, ist die Hauptsumme. Totalverflnsterung, einegänzliche.
Totalität, die Gesamtheit, das Ganze. Kant hat All-heit dafür gesagt , und es durch „Vielheit als Einheitbetrachtet, z. B. das Menschengeschlecht," erklärt.
Touchaut (spv. tuschang oder tuschant), rührend, beweg-lich. „Eine rührende Schönheit." Wieland.
Touche (spr. Sufcf;’), i. Sineflsche Schwarze. Kin-dcrling. 2. In der Studentensprache, eine Beleidi-gung. Z. An den Bade-örtern, ein Spritzbad. 4. EinTrompetenstoß, beim Gesundheittrinken.
Touchiren (spr. tuschiren), 1. berühren, 2. beleidigen,
3. bespritzen oder das Spritzbad geben. 4. Rührenoder zum Mitleid bewegen.
Toupiren , ein Kunstwort der Haarkräusler. In Dber-sachsen soll man, wieRüdiger bemerkt, wirren dafürsagen.
Tour (spr. Tuhr), 1. ein Gang, z. B. einen Gang umdicStadt machen; 2. eine Reise, z. B. eineReise nachder Schweiz machen. Die große Tour (legrandtour)in dem Munde reisender Engländer, ist eineReise durchFrankreich, Deutschland, die Schweiz und Italien. Z.Ein Streich, z. B. er hat mir einen Streich gespielt;
4. falsche Haarlocken; 5. ein Theil oder Abschnitt ei-
nes Tanzes. Tourätour, Wechselsweise, eins umdas andere, einer nach dem andern.
Tourniren, drehen, wenden oder eine Wendung geben.In dem Sinne von toben und lärmen s. Turuireu, Aconto tourniren, heißt bei den Kaufleuten, zum Nu-tzen ausschlagen. In der Kricgessprache heißt tourni-ren , umgehen, oder in den Rücken nehmen.
Tournois (spr. Turnoah), von Tours, einer Französi-schen Stadt. Man setzt dieses Beiwort zu den in Frank-reich üblichen Geldbcnennungcn (Livre, sou, denier),um anzudeuten, daß man nach dem Münzfüße des zuTour8geprägten Geldes rechne, welcher um ein Viertel gerin-ger war, als der Münzfuß von Paris.
Tournure (spr. Turnüre) die Wendung. Die Sachenimmt eine unerwartete Wendung. Zuweilen wird cSauch für Gestalt und Bildung gebraucht. Sein Geisterhielt in dem Umgänge mit diesen Leuten eine gewisseBildung oder Falte. Die Sache hat dadurch eine an-dere Gestalt gewonnen.
Tom (spr. tuh), alles, das Ganze. Par tont, über-all, durchaus.
Tower (spr. Säur), der Turm, ein festes Schloß in London.
Toxicodendron, der Giftbaum.
Trabant, 1. ein Soldat von der Leibwache zu Fuß, wel-cher die Bestimmung hat, den König, Fürsten u. s. w.zu begleiten; 2. in der Sternkunde, ein kleinerer Stern,welcher einen größern begleitet. Bürger hat Folge-stern dafür gesagt:
So fliegen sie den Flug mit ihren Folgesternen.
Tracasserie, die Neckerei.
Tracassiren, necken, drillen.
Tractameut, Franz. Traitement, 1. dieBewirthung;L. die Gasterei, edier, ein Hochmahl; 3. die Löh-nung oder Besoldung.
Tractat, >. die Ucbereinkunft, derVertrag; 2. dicAb-handlung.
Tracteur. S. Traiteim
Tractiren, x. bewirthen; 2. köstlich oder gastlich (wieeinen Gast) bewirlhen oder ein Hochmahl geben. Ei-nen mit etwas tractiren, heißt, ihm gütlich damitthun. 3. Behandeln, z. B. einen gut oder schlecht be-handeln; 4. verhandeln oder abhandeln, z. B. der Ge-genstand, den jemand verhandelt oder abgehandelt hat.„Alles, was man in einer Schrift zu tractiren gedenkt."Lichtenberg. Warum denn nicht abzuhandeln oderzu verhandeln gedenkt? Man gebraucht das Wort trac-tiren 5. auch wol für studiren , indem man z. B. sagt:er tractirt die schönen Wissenschaften; auf Deutsch: erlegt sich darauf, er treibt sie, er bauet sie an.
Tractus, ein Strich Landes.
Tradiren, übergeben, überliefern, z. B. ein verkauftesGrundstück. Auf einigen Hochschulen sagt man tradi-ren für lehren , oder Vorlesungen über etwas halten,Ll 2 Schlimm,