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2 (1808) F - Z
Entstehung
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262
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2 f)Z

Tend

Terni

Terni

Terr

den , daß bei diesen der Nebenbegriff wissentlich odervorsetzlich Statt findet, bei jenem nicht. In einigenFallen ist dieses fremde Wort durch Hang, Neigungoder Richtung zu verdeutschen ; in andern kann es durchdas Zeitwort sich neigen umgangen werden; z. B. für:das System dieses Philosophen hat eine Tendenzzum Atheismus, können 'wir sagen : sein Lehrgebäudeneigetsslch zur Gottlaugnung. Statt, wie Lessingirgendwo sagt: Ein solcher Mensch begegnet einem sol-chen Menschen, die ihrer verschiedenen Tendenz sichbewußt find, könnte es heißen : die der Verschiedenheitihres Strebens, ihrer Strebungen, oder ihrer ver-schiedenen Strebekrafte sich bewußt sind.

Tendre (spr. tangdcr), zart, zärtlich.

Tendresse (spr. Tangdress), die Zärtlichkeit.

Tenesmus, der Stuhlzwang. A d. hat auch Afterzwangund Leibzwang dafür angeführt.

Tenor. S. Alt.

Tentamen, die Vorprüfung, welche der eigentlichenPrüfung vorangeht.

Tentiren,. 1. vorprüfen; niedrig, auf den Zahn oderauf die Zahne fühlen; 2. versuchen oder in Versu-chung führen, reizen.

Teneto, in der Tonkunst, ausgehalten. Esch enb u rg

Tergiversation, die Zögerung. I» Links neuem Ka-techismus des Kanzeleistils finde ich die Wörter: Ver-schleifung und Aufzögerung dafür angesetzt.

Tergi versiren, zögern, Zeit zu gewinnen suchen, Aus-ssüchte suchen, suchen die Sachen in die Länge zuziehen.

Termen, Lat. Termini, sollten, wie schon Sulz erbemerkt hat, eigentlich Bildsäulen genannt werden, weilsie halb (nämlich oben) Bild, und halb (nämlich unten)Säule sind. Sie waren ursprünglich Gränzsteine; dannBilder der Gränzgölter. In der Baukunst werden siestatt der Säulen oder Pfeiler gebraucht, das Gebälkezu tragen; und in den Gärten wie Standbilder imFreien aufgestellt.

Termin, Lat. Terminus, 1. der Gerichtstag; 2. dieFrist; 3. ein Ausdruck. Man hat im N. D. das guteWort Stichtag dafür, welches aber nicht bloß im Ade-lungischen, sondern auch zu meiner Verwunderung indem Bremischen und in Richey's Wörterbuche fehlt.Stich (Stick) bedeutet nänilich im N. D. auch so vielals Punkt, also Stichtag so viel als Punkttag: da-her denn auch Slichwort bei den Schauspielern dasletzte Wort in der Rede des einen bedeutet, nach wel-chem der andere einfallen muß. Hicnach könnte der ingerichtlichen Vorladungen so oft vorkommende Ausdruck:terminus peremtorius, durch letzter oder entscheiden-der Stichtag gegeben werden; wofür in Links Kate-chismus des Kanzcleisiils der Ausdruck, unversaum-bare Frist, angegeben, auch folgende Beispiele einer

Umgehung dieses Lat. Ausdrucks hinzugefügt werden:N. wird vorgeladen, bei Verlust seines Rechts; mitder Androhung, daß er nachher nicht weiter gehört wer-de; daß er nachher keine Ansprüche mehr machen kön-ne." Ehemahls nannte man den Tag, an welchem et-was gerichtlich verhandelt wurde, Dingstag (woher un-ser Dienstag), von dem Zeitworte dingen oder dach-dingen/ gerichtlich verhandeln. In der Schweiz ist nochjetzt Tagefahrt üblich. Auch Tag schlechtweg wird inder R. a. einem einen Tag anberaumen dafür gesetzt.Man sagte ehemahls auch Ziel für Termin, welchesnicht bloß noch in Kammerziel übrig ist, sondern auchin den Sprech-arten einiger Gegenden noch ganz ge-bräuchlich zu sein scheint. So lese ich z. B. in Rothsgemeinnützigem Lexicon:An einigen Orten sind dieZiele der Ouartalc (dic Quartaltermine) Lichtmeß,Walpurgis u. s. w." Für einen Termin setzen, hatHa lt-aus auch die Zeitwörter betagen und bctirmen. Letz-tes scheint aus beterminen entstanden zu sein. Termi-nus technicus, ein Kunstwort. Terminus a quo,der Anfangspunkt, der Anfangstag, die Anfangszeit.Terminus ad quem, der Endpunkt, der Endtagoder Stichtag, die Endzeit. Casus in terminis , ge-rade der nämliche Fall. Terminus probatorius, dieBewcisfrist; solutionis, die Zahlungs- oder Zahl-frist.

Termination, die Begranzung, Endignng oder En-dung.

Terminei, der Amtskreis eines Mönches, d. i. derje-nige Bezirk, worin er zu betteln und andere Amtsge-schäfte zu verrichten hat.

Ter-miniren, begranzen, endigen oder enden.

Terminologie, die Kunstsprache, die Kunstwörter, derInbegriff oder das Derzeichniß derselben.

Terne, beiden Zahleplokterien, ein Dreitreffer, wennnämlich drei der gezogenen fünf Zahlen von dem Ein-setzer getroffen sind.

Terrain (spr. Terräng), das Erdreich, der Boden, derPlatz. Ein eoupirtes Terrain ist ein (von Flüssen,Gräben u. s. w.) durchschnittener Boden. Terrain ge-winnen oder verlieren, heißt, Land oder Boden ge-winnen.

Terra sigillata, Siegel-erde, ein feiner Thon, worausGefäße gebildet werden, und die man beider Versen-dung durch ein Siegel verwahrt, die Verfälschung zuverhindern.

Terrasse, die Erdstufc. Kinderling hat Rafentrep-pe dafür vorgeschlagen; allein theils ist die Terrassekeine Treppe, denn sie besteht oft nur aus Einer Stu-fe oder Einem Absätze, theils ist sie nicht immer mitRasen, sondern oft auch mit einer Mauer eingefaßt.

Territde (spr. tcrribl), furchtbar, schrecklich.

Terrine, eine liefe Suppenschüssel. Kinderling hakTiefschüssel dafür gebildet. Da man heutiges Tages

fast

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