Sii je Supe
Sujet (spr. Sügäh) , der Gegenstand ober Stoff eines Ge-dichts ober einer Rebe.
Sui juris fein ^ in der Rechtssprache, sein eigener Herrsein; oft auch mündig sein.
Suite (spr. Swite), i. die Folge ober Folgereihe, z. 23 .eine Suite von Zimmern; 2. bas Gefolge, eines gro-ßen Herrn ober Anführers.
Suivaiite (spr.Swiwangte), die Zofe, bas Kammermäd-chen, die Nachtreterinn.
Suggerifen, unter dem Fuß ober an die Hand geben,einraunen. Man hat auch neuerlich das Wort einlis-peln ausgebracht, welches aber eigentlicher für insinui-ren paßt. S. dieses.
Suggestion, das Einraunen, die Einraunung.
Summn, die Summe. Dis Wort ist für eingebürgertzu halten, weil es Deutsche Form hat, und schon in derVolkssprache lebt. Sonst können mir auch die Gesamt-zahl, der Betrag ober der Gesamtbetrag dafür sagen.I11 Summa, kurz, ober mit einem Worte.
Summarien, Haupt-inhaltsanzeigen.
Summarisch, dem Haupt - inhalte, dem Hauptbetragenach.
Summirsn, zusammenrechnen. Im N. D. hat man auchdas Zwitterwort summiren in summen verwandelt,und ihm dadurch die Deutsche Sprach-ahnlichkeit gege-ben. S. Brem. Worterb.
Sumtuös, kostspielig, kostbar.
Sumtus, die Kosten.
Superabundanz, der Ueberfluß, der Ueberschwang oderUeberschwank. Das letzte soll, nach Ab. Urtheil, einim H. D. unbekanntes Wort sein; gleichwol führt erselbst eine Stelle aus der Deutschen Bibel an, wo esvorkommt, nämlich 2 Cor. 8, 14. Ihr lleberschwängdiene eurem Mangel. Auch unter den Neuern habenunsere besten Schriftsteller es gebraucht:
Becher, allgenug für Gökterzungen,
Goldnes Kleinod, bis zum UeberschwangStündlich neuerfüllt mit Labetrank!
Bürger.
Süperbe (spr. süperb'), eigentlich stolz, uneigentlich vor-trefflich, herrlich, sehr schon.
Supereargo, der Aufseher und Verwalter der auf einemKauffartheischiffe befindlichen Maaren; der Oberbaus»nrann.
Supererogation, das Ueberpflichtige und die Ueber-psiicht; wenn man nämlich mehr thut'oder mehr gibt,als man zu thun oder zu geben schuldig ist. Opus su-pererogationis oder supererogatum, ein überpflich-tiges gutes Merk.
Supererogiren, überpstichtig handeln, d. i. mehr thun,als man schuldig ist.
Superfein, überfein.
Supsrüeisl, oberflächlich, flachlich, seicht. Für su-
Supe 2.-;^
pcrflcielles Wesen können wir mit Einem Worte Ober-flächlichkeit und Seichtigkeit sagen. „Oberflächlichkeitist diesen Leuten . wie in allen Dingen, so auch in ibrettUrtheilen, eigen." Theophron. Luther hat auch flach-gelehrt: „Einige flachgelehrte Schwätzer." Für diesefindet sich auch das Sachwert, der Seichtling. Hep-nah will statt oberflächlich lieber oberflachig gesagtwissen.
Supertieiellemem (spr. süperfieiellemang), oberflächlich,seicht.
Superfluum, etwas überflüssiges. Superflua non no-cent, zu viel schadet nicht; ein oft sehr falsches Sprich-wort !
Superfötatioil, die tteberschwangerung, vermöge wel-cher eine schon Schwangere zum zweikenmahle geschwän-gert wird. Ob dergleichen beim menschlichen Geschlech-te Statt finde, weiß ich nicht; bei Thieren, z. B. beieiner Häsinn, ist mir selbst ein Beispiel vorgekommen.
Supergclehrt, übergelehrt.
Superieur (spr.süpenör), überlegen) ausgezeichnet, her- 'vorragend; z. B. ein solcher Kopf.
Superieuremem (fpr. füperiöremang), ganz vorzüglich,ungemeiu, in hohem Grade.
Supertor, der Obere, Vorgesetzte.
Superioritiit, die Ueberlegenheit.
Superklug 1 überklug.
Superklugheit, die Ueberklughelt.
Superlativ, in der Sprachlehre, die höchste Steigerungs-stufe. K i n d e r l i n g hat Oberstufe dafür vorgeschlagen,so wie Unterstufe und Mittelstufe für Positiv, undComparativ. In superlativo , im höchsten Grade.
S. Gradus.
Supernatutalist, ein Offenbarungsgläubiger. S. Ra-tionalist.
Supernumerär, Sslf. Supernumerarius, überzählig.
Superorthudox, überrechtglaubig.
SuperorthodoxiP, die Ueberrechtgläubigkeit.
Superstition, der Aberglaube, welcher darin besteht,daß man mehr glaubt, als vor der Vernunft gerechtfer-tiget werden kann. Das Wort ist aus Ikeberglaube ver-bildet. Man sagt, wenigstens im 9 t. D. auch After-glaube, wie Afterkorn, Afterpapst u. st w>, welches
. aber, seiner Abstammung nach, nicht ebendenselben Be-griff gibt, sondern nur einen unechten oder schlechter»Glauben bezeichnet.
Superstitiös, aberglaubig und abergläubisch. Ad. ver-wirft dieses letzte. „So wie man, sagt er, gläubig,kleingläubig und ungläubig (auch starkgläubig, schwach-gläubig und rechtgläubig) sagt, so sollte man auch aber-glaubig und nicht abergläubisch sagen, obgleich solchesvon den meisten geschiehet. Abergläubisch ist, wie vie-le andere Beiwörter auf isch, wenigstens gemein undniedrig." Ich stimmte ehemahls in dieses Urtheil mit
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