Subs
Succ
Succ
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zeichnen, so müßte man sie doch wenigstens Standwör-ter, nicht Stande, nennen. —■ Die passendste Benen-nung für die Substantiva scheint mir die von meinemFreunde Trapp gebildete, Sachwort, zusein. Dassubstantivum unterscheidet sich nämlich von andernWörtern dadurch, daß cö das Ding oder dicSache, vonwelcher die Rede ist, selbst, nicht etwa eine EigenschaftBeschaffenheit, Bestimmung, Handlung oder ein Verhält-niß derselben bezeichnet. Freilich sind unter den Sub-stantiven auch eine große Menge solcher Wörter, welcheEigenschaften, Beschaffenheiten und Handlungen bezeich-nen ; aber dabei werden denn doch diese Eigenschaft u.s. w. als für sich bestehende Dinge oder Sachen gedacht;folglich scheint der Ausdruck Sachwort auch fürSubstan-tiva dieser Art völlig zu passen.
Substanz-, ein selbständiges Ding oder das Selbständigein einem Dinge oder einer Sache, mit Einem Worte,das Wesen. Im O. D. sagt man auch Wesenheit dafür.Div würde aber besser für Exilen/ gebraucht werden.Uneigentlich wird Substanz auch für wesentlicher In-halt gebraucht. Ein Arzcneimittcl in Substanz nehmen,heißt, es unausgezogen, so wie es von Natur ist, ein-nehmen.
Substituiren, an jemandes stelle sehen, ersehen.
Substitut, ein Zugeordneter; ein Beigesetzter. Manversteht aber einen solchen darunter, der einen ältern oderunvermögenden Beamten zur Hülfe, und zwar gewöhn-lich mit Zusicherung der Nachfolge, gegeben wird. Amts-vertretcr möchte wol die passendste Verdeutschung dafür sein.
Substratum, der gegebene oder gegenwärtige Fall, z. B.in eas« substrato , int gegenwärtigen oder vorliegen-den Falle.
Subsumiren, „unterscheiden, ob etwas unter einer gege-benen Regel stehe oder nicht," oder, „sich vorstellen,daß etwas unter einem Begriffe enthalten sei." Kant.Mit andern Worten: das Allgemeine auf etwas beson-ders anwenden, ober zeigen , daß das Besondere unterdem Allgemeinen enthalten sei, es darauf zurückführen.
Subsurntion, die Anwendung des Allgemeinen auf etwasbesonderes, oder die Zurückführung des Besondern aufetwas allgemeines.
Subterfugiam, die Ausflucht.
Subtil, fein, spihfindig.
Subtilität, die Feinheit, Spihfindigkcit.
Subtracdon, das Abziehen, der Abzug.
Subtrahiren, abzjehen. S. Species.
Subvention, die Hülfe oder Beihülfe.
Subversion, die Umstürzung und der Umsturz. Jenesbezeichnet die Handlung, wodurch etwas umgestürzt wird,dieses daö Umstürzen selbst. Auch die Umkehrung.
Subvertiren, umkehren und umstürzen.
Succedi reu , einem (in einem Amte) folgen, oder nach-folgen.
Suff
Snccess, der glückliche Erfolg, der Fortgang.
Succession, in allgemeinen, die Folge, die Nachfolge,und in bestimmterer Bedeutung , die Erbfolge und Amts-folge. Successio ab intestato, die gesehliche oder na-türliche Erbfolge, zu der es keines letzten Willens be-' darf, Successio pactitia, die vertragsmäßige Erbfol-ge oder die Erbfolge durch Vertrag. In wissenschaft-lichem Zusammenhange, kann man auch oft Folgereihedafür setzen.
Successive, nach und nach, allmahlig, folgcmaßig.In folgemaßigcr Ordnung.
Successor, der Nachfolger. Successor keuckalis, derLehnsfolger.
Succinct, kurz, kurzgefaßt.
Succulent, saftig, saftreich.
Succumbenzgelder, in der Rechtsfprache, niedergelegteStrafgelder, d.i. Gelder, welche von beiden streitendenParteien unter der Bedingung niedergelegt werden, daßdiejenige von.beiden sie verlieren soll, von der es sicham Ende zeigt, daß sie ohne hinlänglichen Grund, alsomuthwilliger Weise, den Rechtshandel in die Lange zuziehen suchte.
Succumbit en, unterliegen.
Succurriren, zu Hülfe kommen, Beistand leisten.
Suecurs , die Hülse, der Beistand.
Sufficient, hinreichend.
Süffisance (fpr.Süffifangß'),dieSelbstgenügsamkeit. Weilaber Genügsamkeit mit sich selbst eigentlich kein fehlerhaf-ter Gemüthszustand ist, sondern nur dann erst tadelns-würdig wird, wenn sie sich auf eingebildete Kraft undVollkommenheit gründet: so bedürfen wir eines starkernWortes, um dasjenige auszudrucken, was wir bei Süf-fisance zu denken pflegen. Dergleichen haben wir nunan Dünkel, Eigendünkel und Selbstdünkel. In derIen.Allg.Literaturzeitung finde ich das neue Wort Auf-gedunsenheit, welches für Süffisance, in schlimmsterBedeutung genommen, gleichfalls gebraucht werden kann.„Die Aufgedunsenheit mittelmäßiger Schriftsteller."
Süffisant (spr. süffifang), eigentlich selbstgenügsam, abermit dem Nebenbegriffe des Ungegründeten, also einge-bildet, dünklerisch oder dünkelnd. Ein süffisanterMensch, mit Einem Worte, ein Dünkler.
Suffixum, in der Sprachlehre, eine Nachsilbe, der dieVorsilbe (Praefixum) entgegengesetzt ist.
Suffiraganeus, oder Suffraganbifd)of, ein dem Erzbi-schof untergeordneter Bischof, also ein Unlerbischof, wo-für aber die Bennung Weihbischof eingeführt ist.
Suffragium, in der Mehrzahl, Suffragia , bei Berath-schlaguugen, die Stimme, bei Wahlen, die Wahlstim-me. Ehemahls sagte man auch Umworte für Suffragia;weil dabei der Reihe nach herumgefragt wird. „MitWissen und Umbwort der ganzen Gemeinde." FaustLübecksehe Chronik.
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