Subi
Subs
Subs
27,1
als Dampft in die Höhe treiben, um ihn dann in einemsogenannten Helme wieder aufzufangen und von der Käl-te wieder gerinnen lassen. Dis geschieht in der Absicht,den Körper entweder zu reinigen, wie B. beim Sal-miack, oder ihm eine andere Gestalt zu geben. H e r-d c r hat hinauflautern dafür gesagt; welches aber inder Zeitschrift Deutschland mit Recht getadelt wird,weil die beiden Wörter hinauf und läutern nicht wohlzu einander passen; indem die Auslassung ein wenig zustark ist (da man dabei hinauftreiben um zu läuterndenken soll), und weil das Läutern nur bei einigen Kör-pern, nicht bei allen, die Absicht des SublimirenS ist.Rü d i ge r hat besser emportreiben dafür gesagt: „Weilsie (die Sprache) aus allen Mund-arten «bezogen (de-stillirt) und cmporgetriebcn (sublimirt)* wird."
ßublocatio, die Unterpacht oder Afterpacht.
Sbblociren, in Afterpacht odcr Afteriniethe geben, d. r.etwas Gepachtetes oder Gemiethetes, oder auch nur ei-,nen Theil davon, wieder an einen andern verpachtenoder vermicthen. Dieser Andere wird dann ein After-pachter oder Aftcrmiethsmann genannt.
Sublunarisch, was unterm Monde liegt. In den mei-ste» Fällen können wir unterm Monde dafür sagen. DasLeben unter dem Monde (das sublunariscbe). Oftsoll, scheint es, der Begriff des Niedrigen, Unvoll-kommenen, Wandelbaren und Verganestichen dadurchausgedruckt werden , wie wenn W i e l a n d von unserersublunarisbenWelt, von unfern subitu, arischen Freu-den u. s. w. redest Hier paßt, außer den angegebenenDeutschen Wörtern, oft'auch irdisch dafür. Auch kön-nen wir unsere Unterwelt und unsere Freuden hieniedendafür sagen.
Subministriren, mit etwas zur Hand gehen, oder et-was an die Hand geben.
Subrnifs, demüthig, untcrthanig.
Submission, die Demuth, Unterthanigkeit.
Submittiren (sich), sich unterwerfen, niedrig, zum Kreu-ze kriechen.
Subordination, die Unter-ordnung, das Unter-ordncn.
Snbordiniren, unter-ordncn. ■
Suborniren, anstiften, heimlich anstellen oder vorschieben.
Subreption, die Crfchleichung.
Subreptitie, erfchleichüngsweife.
Subscribent, ein Unterzeichner.
Subscribiren, unterschreiben, unterzeichnen.
Subscription, die Unterschreibung oder Unterzeichnung,die Unterschrift.
Subsidien, Lat. Subsidia, Hülfsmittel. Nach Engli-
. schern Sprachgebrauche werden Hülfsgelder gemeint. EinSubsidientraetat, ein Hülfsvertrag, vermöge dessender Eine dem Andern entweder mit Gelde oder mitMannschaft beizustehen verspricht. In subsidium juris,zur Rechtshülfe, zu gerichtlicher oder rechtlicher Bei-
hülfe. In einem Steckbriefe vom Hamkurgifchen Rathelese ich dafür: zur Hülfe Rechtens. Der gewöhnlichdünnt verbundene Zusatz: Sub oblatione ad recipro-ca, kann füglich durch: unter Erbietung zu gegenseiti-ger Beihülfe, Hülfsleistung oder Rechtshülfe, gege-ben werden. In dem angeführten Steckbriefe stand:unter dem Erbieten einer gleichmäßigen Willfährigkeit.
Sübsigniren, unterzeichnen, unterschreiben.
Subsistenz, im gemeinen Leben, der Unterhalt oder Le-bensunterhalt. In der wissenschaftlichen Sprache wirdunter Subsistenz (Subsistentia) das fortdauernde Da-sein der Wesen (Substanzen) verstanden, wofür wirim Deutschen mit Einem Worte das Bestehen derselbensagen können.
Subsisdfen, bestehen, fertig werden oder auskommen,leben. Er kann nicht dabei bestehen. Mit einer gewissenEinnahme auskommen, damit fertig werden, davon le-ben. Die, Wesen der Dinge bestehen von Ewigkeit zuEwigkeit, wie der unendliche Bei stand in welchem sie ge-gründet sind.
Substantialiter, wesentlich, dem Wesen, der Haupt-sache, dem wesentlichen Inhalte nach.
Substantiell, wesentlich.
Substanti visch, sachwörtlich. S. Substantivum.
Substantivum, in der Sprachlehre, ein Wort, welchesetwas für sich bestehendes, oder doch als für sich bestehendgedachtes, bezeichnet. Gottsched und andere habenHauptwort dafür gewählt; wogegen aber mit Recht er-innert worden ist: daß eigentlich kein Wort in der Spra-che den Vorrang vor andern hat, und daß in manchemZusammenhange nicht das Substantivum , sondern einanderes Work, das Hauptwort (d. i. dasjenige, woraufdas meiste ankommt), genannt werden könnte. Schot-te l hat selbständiges Nennwort, P o p o w itsch Selbst-wort und selbständiges Wort dafür gesagt. Allein die-se Verdeutschungen sind noch unglücklicher, weil nichtdas Wort, sondern die dadurch bezeichnete Sache, fürsich selbst besteht, oder als für sich selbst bestehend ge-dacht wird. Mertian (in derAllgem. Sprachkunde)hat Substantivum durch Stand übersetzt: „weil einSubstantivum Nicht die Gestalt, Scinsart oder Ei-genschaften eines Dinges, sondern das Ding selbst be-zeichnet; wir aber bei den Dingen selbst, denen die Ge-stalten, Seins-arten und Eigenschaften gleichsam zum'verhüllenden Umschlage dienen, weiter nichts wissen kön-nen, als daß sie etwas bestehendes, Wesen oder Stän-de sind, woran die Gestalten u. s. w. gleichsam haften."Allein Stand, für etwas bestehendes, ist zwar wol inden Zusammensetzungen Rückstand, Kafsenbestand, Wohl-stand, Gegenstand u.s. w. gebräuchlich; aber außer je-nen Zusammensetzungen, in dieser Bedeutung genom-men, dunkel; und da die Substantiva nicht selbst et-was bestehendes sind, sondern nur etwas bestehendes bc-Ji 2 zeich'