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Stra
Stuc
Stac
8 tu p
Strapaze, wofür man auch Strapaße hört, die ermü-dende Anstrengung, die Beschwerlichkeit, Abmattung,Mühseligkeit.
Strapaziren, Jtal. strapazzare, anstrengen, abmat-ten, quälen. Man sagt auch: sich abarbeiten, und sichäschern oder abäschern. Den Grund, warum ich diesesWort lieber mit a als mit e schreibe, siehe in den Bei»tragen zur weiter» Ausbild. der Deutschen SpracheIX. S. 76. Bei den Mahlern heißt eine strapazirteZeichnung, eine verdrehte, verzerrte.
Stratagem, Lat. Stratagema, die Kriegesliff.Strazze, Jtal. StraZza,. die Kladde. Dieses N.D.Workist den im £>. D. üblichen: Schmutzbuch, Klattbuch,Kleckbuch, Klitterbuch und Sudelbuch, oder garSchmadderbuch, welches Vollbeding mit aufge-führt hat, ohne Zweifel vorzuziehen.
Stricte, genau, pünktlich. Die stricte Ohservanz heißtbei den Freimaurern die Zunft der genauen Beobach-tung. Sie wird der taten Observanz, d. i. der Zunftder minder genauen Beobachtung entgegengesetzt. Jenerühmt sich einer größer» Strenge in der Beobachtungalles dessen, was.zur Maurerei gerechnet wird. Strictosensu, in engerem Sinne. Stricto jure, nach stren-gem Rechte.
Stringent, scharf, bündig, z. B. ein solcher Beweis.
Strophe, ein aus mehren Versen bestehender Theil einesGesanges. In der Volkssprache sagt man Vers, undin einigen Gegenden, wie ich aus Roths gemeinnü-tzigem Wörterbuche lerne, auch noch jetzt Gesatzchendafür, wie ehemahls die Meisterfanger sie nannten. Al-lein das erste gibt zu Mißverständnissen Anlaß, weil nunStrophe und Vers einerlei Benennung Haben; das an-dere ist dunkel und unbezeichnend. Ich Habe ehemahlsReimsatz dafür vorgeschlagen, ohne damahls zu wissen,daß dieser Ausdruck einst wirklich dafür gebraucht wur-de. S. A d. unter Reimgesetz. Satz bedeutet hier so vielals Garniture, d. t. mehre, zu einander gehörige Din-ge Einer Art, die ein Ganzes ausmachen, zusammenge-nommen, wie z. B. ein Satz (Engl. Sät) Schachteln,.Teller u. s. w. Allein da auch reimlose Gedichte in Stro-phen abgesetzt werden, so ist der Ausdruck Reimsatz zuenge; und ich habe daher in der Folge gerathen, ihnlieber für Stanze zu gebrauchen, (S. dieses) und fürStrophe Verssatz zu sagen. Gesangglied, welches Kin-der ling dafür ansetzt, scheint minder bezeichnend zusein. Auch einzelne Verse sind Glieder eines Gedichtsoder Gesanges. In der Tonkunst bedeutet Strophe oderGouplet die veränderte Wiederholung. Reich ardt.
Struetur, der Bau oder die Bau-art, die Zusammen-setzung.
Stue oder Stueeatur, Jtal. Stucco, eine Art Mörtel,die aus zerstoßenem und durchsiebten weißen Marmorund Kalk verfertiget und zu Gesimsen und Verzierungender Decken in erhabener Arbeit gebraucht wird. S. Ja-
kobsons technol. Wörterbuch. Bei uns wird die Mas-se aus Gips^ Kalk und Sand gemacht. Wir könnendaher Gipsmörtel dafür sagen. Die Erfindung wird demMahler Johann von Udine zugeeignet.Stueeatur-arbeit, ist Gips- oder Mörtclarbeit.
■Student. Da wir für Universität hohe Schule (zusam-mengezogen Hochschule) sage»: so könnten wir die Stu-denten Hochschüler nennen. Dieser Name kommt auchschon in Geßlers Formulare von 1506 vor.
Studiosus, der Schüler oder Beflissene, und wenn, wiegewöhnlich, der Student gemeint wird, der Hochschü-ler. S. Student.
StudireU', in Allgemeinen, untersuchen, sich genau mitetwas bekannt machen, mit Untersuchung oder Prü-fung lesen, sich zu eigen machen, sich auf etwas le-gen. Luther sagt forschen dafür. „Forschet in derSchrift." Er hat das Wort nicht bloß gelesen , sondernstudirt, d. i. den Inhalt desselben zum Gegenstände sei-nes Nachdenkens, seines Forschens gemacht. Ein Kunst-werk studiren, heißt, die Schönheiten desselben zer-gliedern. Als Mitteszeitwort (Neutrum) gebraucht,wird es in der bestimmteren Bedeutung, den Wissen-schaften obigen oder sich darauf legen, genommen.Wo haben Sie studirt? d. i. .Wo haben Sie den Wis-senschaften obgelegen? Wo werden Sie studiren? WoIhre wissenschaftliche.Laufbahn antreten?
Studium, oder Studien. Dftfts Lateinische Wort wirdim Deutschen in folgendes r eutungcn genommen: 1.für Erlernung und Lernst ' Es wird ein besondererLernfleiß (ein eigenes Stu Juni) dazu erfodert. DieErlernung (das Studiumtz dieser Kunst oder Wissen-schaft erfodert anhaltenden Fleiß. 2. Für die gelehrteoder wissenschaftliche Erlernung; in welchem Sinne ge-nommen, es oft durch gelehrte oder wissenschaftlicheLaufbahn gegeben werden kann. Er hat seine gelehrteLaufbahn (feine Studien), auch seine Lernzeik, geen-diget. Daher das Sprachstudium, die Sprachfor-schung, welche der bloßen oberflächlichen Erlernung ei-ner Sprache zum gemeinen Gebrauche entgegengesetztwird. Z. In der opraü der Künstler wird es für Mei-sterstück oder Uebungsstück gebraucht. Uebungsstück be-deutet aber hier nicht (wie V 0 l l b e d i n g es erklärt hat)erster Versuch in der Mahlerei, sondern ein Stück,woran angehende Mahler sich durch Nachzeichnen üben.4. Das Fach. DaS Arabische gehört nicht zu meinemFache (Studio). 5. Zuweilen wird es bloß für Kennt-nisse genommen. „Er hat beinahe Professcrstudiapflegte ein alter Professer an einer Oberschule (Gym-iiasio) in Berlin von Lessing'en zu sagen.
Stupide, dumm, dummköpfig, klotzköpfig.
Stupidität , die Dummheit, Dummköpfigkeit, derStumpfsinn, oder, wenn man ein stärkeres Work wünscht,die Klotzköpfigkeit.
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Stupra-